Doch er freut sich auf die nächste schnelle Nummer

Button wehrt sich gegen Sexgerüchte

Jenson Button, Jessica Michibata
+
Jenson und seine Jessica

Hand in Hand, mit verliebtem Blick saßen Australien-Sieger Jenson Button und seine Freundin Jessica Michibata am Montagnachmittag am Strand von St. Kilda, schauten verträumt auf den Pazifik hinaus.

Und beide lachten herzhaft, als sie von so mancher Schlagzeile in Europa erfuhren. Sie hätten nach dem Rennen im Büro des Motorhomes spontanen Sex gehabt. „Nein, nein,“ grinste Button, „wir wollten meinen Triumph nur einmal für kurze Zeit alleine genießen. Mit Sex hatte das rein gar nichts zu tun!“

Heiße Boxenluder: Die Formel 1 ganz sexy

Strecke

Was Button wirklich zum Lachen bringt, hat dagegen tatsächlich was mit einer schnellen Nummer zu tun: dem Auto von Superhirn Ross Brawn. Bleibt der Vorsprung, ist die WM bald entschieden, befürchtet die Konkurrenz.

Die tz-Analyse des Qualifyings bestätigt diese These. Während Ferrari-Pilot Felipe Massa seine Zeit mit einem Gewicht von insgesamt 654 Kilogramm fuhr, hatte Jenson Button 10,4 Kilo mehr im Training geladen – und fuhr damit auf die Pole Position. Acht Zehntelsekunden war er schneller als Massa, das Mehrgewicht von Buttons Brawn entsprach noch einmal etwa zwei Zehnteln. Fazit: Eine Sekunde pro Runde sind die Brawn-Boliden schneller – in der Formel 1 ein Klassenunterschied.

Die Rechnung beweist auch, dass die Brawn-Autos nicht nur wegen des umstrittenen Diffusors schneller sind. Der bringt laut Nick Heidfeld fünf Zehntel. Bleibt eine weitere halbe Sekunde – immer noch eine kleine Welt… Ein Geheimnis von Brawn verrät Fernando Alonso: die Ausgewogenheit, die die Reifen schont. „Ihr Vorteil kommt, wenn die Reifen nachlassen. Je mehr Abtrieb du hast, umso weniger verschleißen die Reifen“, sagt der frustrierte Ex-Weltmeister aus Spanien: „Würden sie ernst machen, würden sie alle überrunden.“

Auch Niki Lauda hat sich den Brawn-Renner genau angeschaut und ist begeistert: „Das Auto ist von vorn bis hinten aus einem Guss. Es hat viele kleine, innovative Detaillösungen. Zu behaupten, der Diffusor alleine wäre das Geheimnis, ist völliger Quatsch. Das sind billige Ausreden.“

Teambesitzer Ross Brawn nennt einen weiteren Grund für die Überlegenheit: „Wir haben mit dem Mercedes-Motor vielleicht den besten Motor im Feld.“ Man muss ihn eben nur nutzen, werden sich die Mercedes-Ingenieure da denken… Ex-Weltmeister Keke Rosberg dazu: „Da kauft Ross Brawn mit Honda-Geldern Mercedes-Motoren und fährt jetzt allen um die Ohren. Das ist toll.“

Ralf Bach

Die Freundinnen der Formel-1-Fahrer

Strecke

Auch interessant:

Meistgelesen

IOC-Vize schließt Olympia-Absage aus: «Sicherste Spiele»
IOC-Vize schließt Olympia-Absage aus: «Sicherste Spiele»
Neymar jubelt als Verlierer - Ziel: «Den Pokal holen»
Neymar jubelt als Verlierer - Ziel: «Den Pokal holen»

Kommentare