Theiss: Üben Erziehung mit unserer Hündin 

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Kickboxerin mit Boxer-Dame: Christine Theiss und ihre Tiffany

München - Am Dienstag kämpfte Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss (30) bei kabel eins zusammen mit Magdalena Brzeska und Claudia Pechstein um den Sieg bei Fort Boyard. Heute spricht sie in der tz.

Mit der tz sprach Theiss über ihren nächsten Kampf, die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und den Kinder-Wunsch.

Christine Theiss: Schön, klug und knallhart

Sie ist schön, klug und knallhart: Dr. Christine Theiss ist das sympathische Aushängeschild des Kickboxens in Deutschland. Wir stellen die Weltmeisterin und Ärztin vor. © fkn
Die 30-jährige Powerfrau passt in kein gängiges Klischee. Eine Intellektuelle, die auch noch die Herzlichkeit in Person ist, soll Champion im Kickboxen sein? Das passt doch gar nicht zusammen, oder? Keineswegs. Theiss ist eine Powerfrau der Superlative. © Sampics
2007 wurde sie Profi-Weltmeisterin im Kickboxen. Den Titel hat die Münchnerin seitdem 11-mal verteidigt. das Bild zeigt Theiss (rechts) beim Kampf gegen die Belgierin Kate Mintiens im Dezember 2009. © dpa
Die Kickboxerin stammt aus einer Mediziner-Familie: Theiss' Eltern sind beide Ärzte. Sie selbst beendete 2007 das Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit dem Staatsexamen. Im Dezember 2008 promovierte sie zur Dr. med. © Sampics
Das Thema ihrer Doktorarbeit: "G-CSF-Therapie zur adjuvanten Behandlung des verzögert revaskularisierten Myokardinfarktes." Um das gleich festzuhalten: Dabei geht es nicht um Kieferbrüche, sondern um Herzinfarkte. © dpa
Seit 2003 tariniert Theiss im Kampfsportzentrum Steko in München. Zur Wiesn-Zeit entstehen dort auch schon mal Promo-Fotos wie dieses, das sie beim Kämpfen im Dirndl zeigen - mit Profi-Weltmeister Besim Kabashi.  © dpa
Links auf dem Bild ist Theiss' Trainer Mladen Steko - er trug ebenfalls jahrelang den Weltmeister-Gürtel im Kickboxen. In der Mitte steht Rocksängerin Kim Wilde. Deren Song "Lights down low" läuft am Samstag, 4. September 2010, vor Theiss' WM-Kampf in der Kölner Lanxess-Arena gegen die Spanierin Imam Chaoub Chairi (26). © fkn
Theiss Trainingspensum ist wirklich weltmeisterlich: Sechsmal in der Woche absolviert sie zwei Trainingseinheiten. Was sich auch in Form einer Top-Figur auszahlt. © fkn
Bei einer Größe von 1,75 Metern bringt die 30-Jährige (links) 60 Kilogramm auf die Waage. © Sampics
Im Laufe ihrer Karriere holte Theiss 26 Siege und kassierte lediglich eine Niederlage. © Sampics
Neun ihrer Kämpfe beendete die Weltmeisterin (links) vorzeitig per Knockout. © Sampics
Auf diesem Foto liefert Theiss sich in Steko's Sportcenter eine Sparringsrunde im Abendkleid gegen Weltmeister Besim Kabashi. Der trägt Anzug. © dpa
Und auf diesem Bild trainiert Theiss ihre hammerharten Kicks im Unterwasserbecken. © dpa
2008 gewann Theiss den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Hochleistungssportler plus“. © Getty
Bei der Preisverleihung zeigte sie dem damaligen Kultusminister Siegfried Schneider gleich mal, wie ein perfekter Kinnhaken angesetzt wird. © Getty
Neben ihrer Karriere als Kickboxerin und Ärztin ist Theiss auch als Model erfolgreich. © Sampics
Momentan liegt ihr Hauptaugenmerk beim Kämpfen. Sie will ihren Weltmeister-Gürtel noch möglichst lange verteidigen.  © dpa
Sport-Frauen unter sich: Theiss (links) mit Katrin-Müller Hohenstein, der Moderatorin des "Aktuellen Sportstudios". © Getty

Frau Theiss, Ihr Auftritt am Dienstag bei Fort Boyard – wie kam es denn dazu?

Theiss: Ich war schon als Kind Fan von Fort Boyard. Sie haben bei mir angefragt – da musste ich nicht lange überlegen und habe sofort zugesagt. Es ist ein super Format mit viel Nervenkitzel, aber man wird nicht so vor die Kamera gezerrt wie im Dschungelcamp. Nur der Drehtermin war wirklich blöd.

Wieso?

Theiss: Es war der 3. Juli 2010. Deutschland spielte an diesem Tag im WM-Viertelfinale gegen Argentinien, und wir hatten auf dieser Insel nicht mal Handy-Empfang. Eine total genervte englische Produktionsleitung war unser einziger Kontakt zur Außenwelt. Das war schrecklich.

Wollten Sie mit dem Fort-Boyard-Auftritt Aufmerksamkeit für Ihren Sport gewinnen?

Theiss: Nee, das hab ich nur gemacht, weil ich Lust darauf hatte. Aber natürlich ist es das Ziel von mir und meinen Trainern Pavlica und Mladen Steko, das Kickboxen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ihr nächster Kampf ist am 19. Februar in Stuttgart und wird bei Sat.1 übertragen. Was haben Sie sich dafür vorgenommen?

Theiss: Rein sportlich will ich natürlich gewinnen. Außerdem will ich weiterhin Samstagabend auf Sat.1 boxen. Die Signale stehen sehr gut, dass die Zusammenarbeit längerfristig forciert wird.

In zwei Jahren mit 32 soll dann trotzdem Schluss sein?

Theiss: Ich mache den Sport dann 25 Jahre, das reicht. Und ich würde gerne aufhören, bevor ich schlechter werde. Dann haben Sie ja eine Menge Freizeit.

Wie sieht denn die Familienplanung aus, wollen Sie Kinder?

Theiss: Natürlich. Nach sieben Jahren Ehe möchte man die Beziehung dann auch mal weiterentwickeln. Die Erziehung üben wir schon mit unserer Hündin Tiffany.

Und wie geht’s beruflich weiter? Zurück zur Medizin?

Theiss: In die Medizin zieht es mich nicht mehr. Der Aufwand, bis ich fertig bin, wäre einfach zu groß. Ich könnte mir vorstellen, im Medienbereich zu arbeiten, weil es mir Spaß macht, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Aber notfalls werde ich halt Mama von fünf Kindern, da kommt auch ein bisschen Kindergeld zusammen (lacht).

Zurück in die Gegenwart: Sind Sie eigentlich ein Winterfan und freuen Sie sich auf die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen?

Theiss: Die alpinen Sportarten faszinieren mich sehr. Ich fahre auch selber Ski, zuletzt war ich in Spitzing. Zur Ski-WM würde ich sehr gerne fahren, aber leider liegt das ja genau in meiner Vorbereitungszeit für meinen nächsten Kampf – das wird also leider nichts. Aber der Fernseher wird mit Sicherheit andauernd laufen.

Immerhin dürfen Sie selbst Ski fahren. Vielen anderen Sportlern ist das aufgrund der Verletzungsgefahr ja verboten…

Theiss: Tja, mir nicht, aber ich passe natürlich schon auf. Wenn mein Bein allerdings für eine Million Euro versichert wäre, dann würde ich wahrscheinlich ganz aus Versehen doch stürzen…

Interview: Mathias ­Müller

Quelle: tz

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