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Verlor Djokovic wegen rätselhafter Krankheit? Er will keine Details nennen, aber „es ist kein Coronavirus“

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Von: Michael Haug

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Novak Djokovic hat über viele Jahre die Tennis-Welt dominiert. Gegen Andrei Rublev verliert er im Finale von Belgrad nun mit 0:6 im dritten Satz. Was steckt dahinter?

Belgrad - 20 Grand-Slam-Titel, davon zwölf seit 2015. Bei allen Kontroversen um seine Person, auf dem Tennis-Platz war auf Novak Djokovic fast immer Verlass. Kein Spieler gewann seit 2015 annähernd so viele Grand-Slam-Turniere. Insgesamt gewann Djokovic 37 Masters-Titel, kein Spieler gewann jemals so viele Turniere dieser Kategorie.

Tennis: Djokovics Saison 2022 bisher für seine Verhältnisse schwach

Außerhalb des Platzes ist Novak Djokovic längst nicht so unumstritten, im Februar sorgte er mit wirren Impf-Aussagen für Aufsehen. Wegen seiner Weigerung, sich impfen zu lassen, verpasste er im vergangenen Jahr viele Turniere. Bei seinem Heimturnier in Belgrad erreichte er nun immerhin das Finale, verlor dieses aber gegen den Russen Andrei Rublev mit 2:6, 7:6, 0:6. Es war bereits Djokovics dritte Niederlage in dieser Saison und das im gerade einmal achten Spiel. Für einen Spieler mit den Ansprüchen von Djokovic eine desaströse Bilanz. Besonders wenn man bedenkt: Rublev war der einzige Top-10-Spieler auf den der Serbe in diesen acht Duellen traf!

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Tennis-Star Novak Djokovic bei seinem Heim-Turnier in Belgrad © IMAGO/Alexandar Djorovich

Mysteriöse Krankheit: Wieso ist Novak Djokovic außer Form?

Djokovic erklärte auf der anschließenden Pressekonferenz die Gründe für seine letztlich klare Niederlage gegen Rublev. Seine Aussagen dürften seine Fans beunruhigen. „Ich kann mir nur vorstellen, dass es an der Krankheit liegt, die mich vor ein paar Wochen heimgesucht hat. Das ist ein individueller Sport, wenn etwas schiefgeht, kann der Motor nicht laufen“, erklärte Djokovic. „Es ist kein Coronavirus und ich möchte keine weiteren Details nennen, aber es ist etwas, das meinen Stoffwechsel beeinträchtigt“, ergänzte der 34-Jährige. Djokovic sprach von einem beunruhigenden Gefühl. In den ersten zwei Sätzen habe er sich nicht müde gefühlt. Erst mit dem Spiel zum 5:4 im zweiten Satz, einem langen, hart umkämpften Aufschlagspiel habe die Müdigkeit angefangen.

Djokovic: „Das ist mir noch nie passiert“

Was seine Fans noch mehr beunruhigen dürfte: Djokovic ist das Gleiche bereits in Monte Carlo passiert. Damals verlor er im dritten Satz ebenfalls glatt, mit 1:6 gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina. „Das ist mir noch nie passiert, auch nicht in der Anfangsphase meiner Karriere, aber jetzt erst in Monte Carlo und dann hier“, kommentierte der serbische Volksheld seine Müdigkeit. „Deshalb denke ich, dass es mit der Krankheit zusammenhängt, die ich durchgemacht habe und die sowohl körperlich als auch gesundheitlich ein bisschen hart war“, mutmaßte Djokovic.

Das nächste große Ziel für Djokovic und die anderen Tennis-Stars sind die French Open. Vom 22. Mai bis 5. Juni geht es in Paris um den zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres. Djokovic geht als Titelverteidiger an den Start. Hier seht ihr alle Spiele und Termine der French Open 2022 im Überblick.

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