"Tag der Deutschen": Kaymer Spitze

Am “Tag der Deutschen“ hat sich Golf- Senkrechtstarter Martin Kaymer mit einer perfekten 63er-Runde bei der 20. BMW International Open an die Spitze katapultiert und die Hoffnungen auf den ersten deutschen Sieg in München Eichenried weiter geschürt.

Mit 131 Schlägen übernahm der 23-Jährige aus Mettmann am Freitag die alleinige Führung vor dem Franzosen Francois Delamontagne (136) und dem Engländer Ben Barham (136). Ein Jahr, nachdem Kaymer in Bayern den Cut verpasst hatte, schickt er sich nun an, nach Abu Dhabi seinen zweiten Europa-Tour-Titel innerhalb von sechs Monaten zu gewinnen.

Neben den weiteren Lokalmatadoren Bernhard Langer (142) als 50. und Alexander Cejka (141) auf Rang 36 schafften auch der Stuttgarter Challenge-Tourspieler Tino Schuster (137) mit einer 68er Runde und der 20-jährige Amateur und deutsche Vizemeister Stephan Gross (139/St. Leon-Rot) den Cut für die beiden Schlussrunden auf dem Par- 72-Kurs im Norden Münchens. Im Abstand von sechs Schlägen auf Kaymer liegt der 29 Jahre alte Schuster als Vierter sogar je einen Zähler vor den englischen Ryder-Cup-Stars Paul Casey und David Howell, der 2005 gewann, sowie dem Ex-US-Open-Sieger Retief Goosen (Südafrika). Das prominenteste Opfer der Qualifikation: US-Star John Daly (144).

“Ich habe die Runde an der Seite von Bernhard Langer so genossen und ihn am Ende gefragt, wo es noch was zu verbessern gilt“, erzählte Kaymer. “Er ist ein sehr, sehr angenehmer Mensch. Das hilft beim Spiel kolossal“, meinte der Jungprofi, der am vergangenen Sonntag sein zweites Major-Turnier - US Open in San Diego - auf Rang 53 beendet hatte.

Der nach seinem Gefühl beste Schlag in München Eichenried gelang ihm am 18. Schlussloch, als er mit dem zweiten Versuch über 267 Meter auf dem Par 5 nur um Zentimeter die Fahne verfehlte. “Ich schlage unglaublich weit. Keine Ahnung, warum. Ich muss fast zwei Schlägerstärken weniger nehmen, als normal. Fast erschreckend, wie weit die Bälle fliegen.“

Nach neun Birdies auf der bogeyfreien Runde verfehlte er seine Bestleistung auf der Europa-Tour nur um einen Schlag. Der 50-jährige Langer zog wie schon am Donnerstag den Hut: “Ich bin stolz, dass wir einen jungen Spieler haben wie Martin. Er spielt genauso aggressiv wie (Tiger) Woods oder (Phil) Mickelson. Wenn er so weitermacht wie hier, sehe ich keine Grenzen bei ihm.“ Er habe unglaublich viele Putts versenkt. Das brauche man für so eine Runde. Kaymer, dessen Flight 3000 der insgesamt 14 600 Zuschauer gebannt verfolgten, bestätigte: “Unter normalen Umständen wäre heute eine 66er Runde herausgekommen.“

Auch Cejka meldete sich zurück nach seiner 74 am ersten Tag und spielte eine 67. Noch 2004 hatte der “Wandervogel“, der sich seit drei Jahren auf der US-PGA-Tour mehr schlecht als recht durchschlägt, in München Platz drei belegt und wie 2003 als Zweiter damals nur knapp seinen fünften Europa-Toursieg seit 1995 verpasst.

Quelle: DPA

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