Sie haben wieder Angst vor Schmitt

Martin Schmitt flößt den Konkurrenten wieder Respekt ein.
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Martin Schmitt flößt den Konkurrenten wieder Respekt ein.

Oberstdorf - Das ist ein bisschen wie bei Der Pate: Man braucht gar nicht besonders böse ausschauen, damit die anderen Angst haben.

Martin Schmitt (30) steht einfach bloß da und lächelt sein Martin-Schmitt-Lächeln. So wie immer halt. Und ist trotzdem eine Respektsperson. Bundestrainer Werner Schuster hat nach Schmitts fünftem Platz beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf festgestellt: „Martin wird wieder beachtet, das merkt man auch an den Reaktionen der Konkurrenz. Er ist nicht mehr weit weg vom Podest. Auch Simon Ammann und die Österreicher wissen, dass Martin gewinnen kann, wenn ihm zwei optimale Sprünge gelingen. Und sie fangen langsam an, sich zu fürchten…“ Sie haben wieder Angst vor Schmitt, endlich!

Und Martin genießt… Als er den Jubel der 22 000 begeisterten Fans in Oberstdorf zu hören bekam, sagte er: „Das macht Spaß. Da werden Erinnerungen an meine besten Zeiten wach.“

Die besten Zeiten. Das waren diejenigen, als Schmitt Weltcup-Siege holte. Wiederholung nicht ausgeschlossen. Martin: „Ich habe in Oberstdorf gesehen, wozu ich fähig bin. Und ich weiß genau, dass ich noch zulegen kann. Ich hatte schon einen Sprung auf absolutem Welt-Niveau. Ich bräuchte zwei davon, wenn ich gewinnen will.“

Und mal ehrlich: So ein Sieg wäre schon mal wieder nett. Platz fünf, so wie eben zuletzt in Oberstdorf, hat ja kaum praktische Vorteile. Schmitt am Dienstag: „Es hat mir deswegen heute keiner das Frühstück ans Bett gebracht.“ Gibt also noch Luft nach oben.

Schmitt hat auf der Mission Höhenflug Deutschlands Maskottchen Nummer eins auf seiner Seite. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (ab 13.20 Uhr live in der ARD) wird Gewichtheber Matthias Steiner vor Ort sein. Der ist ja eigentlich gebürtiger Österreicher, hat aber mittlerweile einen deutschen Pass. Er sagt: „Ich drücke ganz fest für Martin Schmitt und die Deutschen die Daumen – damit diese Frage auch gleich geklärt ist.“

Und jetzt? Was wird am Ende rauskommen? Oberstdorf-Sieger und Tournee-Topfavorit Ammann will sich nicht festlegen. Er sieht in Schmitt „einen neuen Konkurrenten, der in den nächsten Tagen noch eine Rolle spielen wird. Mich freut’s, denn das wird für gute Stimmung in Garmisch-Partenkirchen sorgen.“ Und mehr Karten verkaufen sie auch.

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Quelle: tz

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