Skifahren, Rodeln, Eissport

Olympia 2022 in Peking: Eröffnungsfeier, Sportarten, Teilnehmer – alle Infos zu den Winterspielen

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Logo der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking

Die Organisatoren von Olympia 2022 und Bing Dwen Dwen, das Maskottchen der Winterspiele, und sein Partner der Paralympics, Shuey Rhon Rhon, erwarten uneingeschränkte Wettkämpfe und Tausende Zuschauer aus aller Welt. Interessante Infos gibt es hier.

Chamonix – Vom 25. Januar bis 5. Februar 1924 fanden in der winterlichen Bergwelt Frankreichs die ersten Olympischen Winterspiele statt. Mit 258 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 16 Nationen eine eher überschaubare Veranstaltung mit teilweise skurrilen Disziplinen. Längst haben sich viele Sportarten fest etabliert und die Paralympics der Menschen mit Behinderung gehören untrennbar zum großen Sportevent. Wie viel glanzvoller wird dagegen der Nachfolger Olympia 2022 nach über 100 Jahren im chinesischen Peking (Beijing) ausfallen! Vom 04.02. bis 22.02.2022 fallen 109 Entscheidungen in 15 Sportarten sowie 78 Medaillenentscheidungen in sechs Sportarten bei den Paralympics zwischen dem 04. und 13.03.2022.

Olympia 2022: Eröffnungsfeier in Peking und Zeitplan der Wettkämpfe

Die Winterspiele von Olympia finden turnusmäßig in der Mitte der Olympiade – also dem Zeitraum zwischen zwei olympischen Veranstaltungen – der Sommerwettbewerbe statt. Mit der Eröffnungsfeier am 04.02.2022 startet das Pekinger Event. Am 20.02.2022 werden anlässlich der Abschlussfeier die feierliche Übergabe der Flagge an die italienischen Orte Mailand und Cortina d‘Ampezzo und das Erlöschen des olympischen Feuers farbenfroh zelebriert. Dazwischen liegen die Termine der sportlichen Wettkämpfe:

  • Ski Alpin: 06.02. bis 19.02.2022
  • Biathlon: 05.02. bis 19.02.2022
  • Langlauf: 05.02. bis 20.02.2022
  • Nordische Kombination: 09.02. / 15.02. / 19.02.2022
  • Skispringen: 05.02. bis 07.02. / 11.02. / 12.02. / 14.02.
  • Snowboard: 05.02. bis 15.02.2022
  • Freestyle-Skiing: 03.02. bis 19.02.2022
  • Bobsport: 13.02. bis 15.02. / 18.02. bis 20.02.2022
  • Rodeln: 05.02. bis 10.02.2022
  • Skeleton: 10.02. bis 12.02.2022
  • Eisschnelllauf: 05.02. bis 19.02.2022
  • Shorttrack: 05.02. / 07.02. / 09.02. / 11.02. / 13.02. / 16.02.2022
  • Eiskunstlauf: 04.02. bis 20.02.2022
  • Eishockey: 11.02. bis 20.02.2022
  • Curling: 02.02. bis 20.02.2022

Olympia 2022: Sportstätten der Winterspiele rund um Eis und Schnee

Nicht alle vorgesehenen Sportstätten befinden sich direkt in der chinesischen Hauptstadt. Mit den bereits vorhandenen Anlagen Nationales Schwimmzentrum (Curling), der nationalen Eisschnelllaufhalle, dem Hauptstadt-Hallenstadion (Eiskunstlauf, Shorttrack), dem Wukesong-Hallenstadion und dem Nationalen Hallenstadion (beide für Eishockey) stehen Arenen von Olympia 2008 mit Kapazitäten für 4.500 bis 18.000 Besucher in der Hauptstadt bereit. Eröffnungs- und Abschlussfeier finden im Pekinger Nationalstadion statt. Im Sinne der gewünschten Nachhaltigkeit nutzt das Organisationskomitee weitestgehend Sportstätten von Olympia 2008. Neu erbaut wird das jeweilige olympische Winterdorf, die Heimstadt der Athletinnen und Athleten der angeschlossenen Sportarten des Austragungsortes. Nach den Winterspielen werden diese Anlagen in öffentlichen Wohnraum umgewandelt.

Der Stadtbezirk Yanqing im Norden von Peking erhält mit dem Ski Alpin Yanqing Alpine Skiing Centre und der Nationalen Bob- und Rodelbahn Xiaohaituo zwei neue Eventlocations, in denen die Rodel-Wettbewerbe ausgetragen werden. Hier entsteht ebenfalls ein angrenzendes Wohndorf für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

100 Kilometer entfernt von der Hauptstadt wird das beliebte Skigebiet Zhangjiakou nordöstlich von Peking zum dritten Cluster von Olympia 2022. Anlässlich der Winterspiele entstehen hier zwei neue Anlagen für die Ski- und Snowboard-Wettkämpfe, das bereits bestehende Skigebiet Genting Snowpark und das Nordische Ski- und Biathlonzentrum Kuyangshu.

Olympia 2022: Sportarten – damals und heute

Winterspiele bei Olympia sind alles andere als Überbrückungs-Events in der Olympiaden-Mitte zweier Sommerspiele. Und es gibt einige unterhaltsame Fakten aus der Vergangenheit zu erzählen, bevor sich in Peking/Beijing die neuesten Highlights präsentieren.

  • Eiskunstlauf und Eishockey – zwei der beliebtesten Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele – hatten ihr Debüt im Sommer: 1908 in London und 1920 in Antwerpen. Erst seit Olympia 1924 in Chamonix gehören sie fest ins Winterprogramm.
  • Pferde und Hunde bei den Winterspielen? Die skandinavische Sportart Skijöring war 1928 einer der Demonstrations-Wettbewerbe bei Olympia. Auf einem Holzgestell stehend, ließen sich die Athleten von Tieren in rasanten Rennen über den Schnee ziehen.
  • Schneemangel? Nicht nur ein Problem der jüngst vergangenen Winterspiele. 1964 kam das österreichische Militär der Olympia-Organisation zu Hilfe und lieferte 20.000 Eisblöcke für die Rodelbahn und 40.000 Quadratmeter Schnee für die Ski-Wettbewerbe.
  • Supernation Norwegen – das eher kleine Feld der Teilnehmer aus dem Norden Europas verzeichnet bisher die meisten Medaillen bei Olympia im Winter. Mit 132 Gold-, 125 Silber- und 111 Bronzemedaillen übertrumpfen sie sogar die großen USA.
  • Olympiasieger im Sommer und Winter – das gelang gleich drei Olympioniken: Edward Eagan (USA) im Boxen und Viererbob, Jakob Thams (Norwegen) im Skispringen und Segeln sowie Christa Luding-Rothenburger (Deutschland) im Eisschnelllauf und Bahnradsport.

Peking 2022 steht auch im Zeichen der Gleichstellung der Geschlechter und bringt mit sieben neuen Events mehr Weiblichkeit in die Winterspiele: Monobob (Frauen), Freestyle Big Air (Männer und Frauen) und Mixed-Team-Wettbewerbe in Shorttrack, Ski Aerials Skispringen und Snowboard-Cross.

Olympia 2022 in Peking: Wer sind die Favoriten der Teilnehmer der Winterspiele?

Olympische Spiele sind immer für Überraschungen gut und bieten aufgrund unterschiedlicher Qualifikationsvorgaben der Länder oder Verletzungen der Sportler auch Außenseitern und Nachrückern die Möglichkeit, das Feld der Favoriten auf den Kopf zu stellen. Dennoch werden einige bekannte Namen bei den Winterspielen in Peking die Blicke auf sich ziehen. Eine Vorschau auf bekannte Athletinnen und Athleten mit großen Medaillen-Chancen bei Olympia 2022:

  • Ski Alpin – Mikaela Shiffrin, USA: Slalom, Riesenslalom, Alpine Kombination
  • Eiskunstlauf – Hanyū Yuzuru, Japan: Herren Einzel
  • Shorttrack – Suzanne Schulting, Niederlande: 1.000 m, 1.500 m, 3.000 m Staffel
  • Eishockey – Team Kanada: Damen und Herrenmannschaft
  • Rodeln – Natalie Geisenberger, Deutschland: Damen Einzel, Team Staffel
  • Ski Freestyle – Mikaël Kingsbury, Kanada: Buckelpiste
  • Snowboard – Chloe Kim, USA: Halfpipe
  • Eisschnelllauf – Ireen Wüst, Niederlande: 1.000 m, 1.500 m, 3.000 m, 5.000 m, Team-Verfolgung
  • Bob – Francesco Friedrich, Deutschland: Zweierbob, Viererbob
  • Skeleton – Tina Hermann, Deutschland: Damen Einzel
  • Nordische Kombination – Jarl Magnus Riiber, Norwegen: Normalschanze, Großschanze, Teamwettbewerb
  • Skilanglauf – Charlotta Karla, Schweden: 10 km Freistil, 15 km Skiathlon, 4 x 5 km Staffel
  • Biathlon – Johannes Thingnes Bø, Norwegen: 20 km Einzel, Team-Staffel und Mixed 4 x 7,5 km Staffel
  • Skispringen – Sara Takanashi, Japan: Normalschanze, Großschanze
  • Curling – Team Schweden: Damen und Herren

Olympia 2022: Das Einzigartige der Winterspiele in Peking

Als erste Stadt überhaupt veranstaltet Peking sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele. Neben den Besuchern aus aller Welt hofft das Land, mit diesem Großevent die eigene Bevölkerung näher an den Wintersport heranzuführen. Bereits seit Olympia 2008 entdecken die Chinesen ihre Liebe zum Wintersport. Erstmalig gesellen sich Athletinnen und Athleten aus Haiti und das Team aus Russland unter der Bezeichnung ROC zu den Olympioniken. Nordkorea wurde von der Teilnahme ausgeschlossen, da es aufgrund der Corona-Pandemie keine Teilnehmer zu den Sommerspielen 2021 entsandte und damit gegen das Reglement des IOC verstieß.

Olympia 2022: Die Winterspiele Paralympics starten durch

Mehr als 600 Teilnehmer stark wird das Feld der Leistungssportler/innen mit Behinderung sein. Eine beeindruckende Zahl, die der Welt beweist, dass es sich lohnt, über sein Schicksal hinauszuwachsen. Vom 4. bis 13. März messen sich die Paralympics-Athletinnen und -Athleten im Kampf um Gold, Silber und Bronze in 78 Wettkämpfen und sechs Sportarten. Auch sie werden im Sinne der Nachhaltigkeit in zwei von drei Austragungsorten starten, die es bereits bei Olympia 2008 gab. Sehr viel Symbolträchtigkeit legten die Veranstalter in den Namen des Maskottchens, Shuey („Schnee“) Rhon („tolerieren, einschließen“) Rhon („verschmelzen, wärmen“). Es liegt der Wunsch darin, alle Menschen dieser Erde zu Olympia stärker und ohne Voreingenommenheit miteinander zu verbinden. Die Figur stellt ein chinesisches Laternenkind dar. Bereits seit Jahren arbeitet China mit Trainern und Experten aus der ganzen Welt, um Sportlerinnen und Sportler mit Handicap aus dem eigenen Land bei Olympia 2022 in Peking ganz weit nach vorn zu bringen.

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