Münchnerin ist Kite-Weltklasse

„Mehr Gefühl als Kraft…“

Die gebürtige Münchnerin Susi Mai (24) macht auch an Land eine tolle Figur.

Spektakuläre Sprünge und atemberaubende Tricks – das ist Kite-Surfen. Bis zum 31. August sind die Superstars beim Weltcup in St.Peter-Ording an der Nordsee am Start. Mittendrin: Die gebürtige Münchnerin Susi Mai.

Mit viel Stil und Tempo jagt die 24-jährige, die in dieser Saison unter die Top vier der Welt kommen will, über die Wellen. „Ich kann alles abbauen, wenn ich auf dem Wasser bin, alles vergessen und einfach den Tag genießen“, sagt die sportliche Blondine.

1984 in München geboren, wanderte sie 1990 mit ihren Eltern in die dominikanische Republik aus, wo ihr Vater eine Appartementanlage eröffnete. „Man hat das Meer und die Sonne vor der Tür und es gibt jeden Tag etwas zu tun“, schwärmt Susi Mai. „Auch wenn kein Wind ist, kann man Wellenreiten, zu Wasserfällen fahren oder daheim am Pool chillen.“

Seit 2002 ist die Münchnerin vom Kite-Virus befallen. „Der Anblick der kitenden Frauen hat mich fasziniert und motiviert“, meint die Boarderin, die vor sechs Jahren die WM in der Dominikanische Republik live mitverfolgen durfte. „Ich wollte auch so durch die Luft fliegen, doch dass ich eines Tages auch die Tour mitmachen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.“ 2003 bekam Mai eine Wild-Card für die WM, die wieder direkt vor ihrer Haustür stattfand. Und Susi schockte die Konkurrenz. „Ich hätte nie geglaubt, dass ich gleich den zweiten Platz belegen würde“, berichtet sie stolz über ihren ersten großen Erfolg.

Und mit ihm wurden auch die Sponsoren auf die hübsche Sportlerin aufmerksam. „Kiten ist mein Leben und ich kann mir zurzeit nicht vorstellen, irgend etwas anderes zu machen!“ Und Angst vor dem schnellen Gerät muss „frau“ auch nicht haben: „Beim Kiten geht es sehr viel mehr um Gefühl, als um Kraft. Man muss lernen, wie man den Kite richtig steuert und wie der Wind funktioniert.“

Wenn sie allerdings in der alten Heimat ist, dann spielt das Board nicht die Hauptrolle: „Ich komme in München wieder auf den Boden der Tatsachen. Wenn ich dort bin, geht es um die Person Susi Mai und nicht – wie den Rest des Jahres – um die Sportlerin.“

Quelle: tz

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