Martin Schmitt fliegt nach vorn

Martin Schmitt mischt wieder in der Weltspitze mit.
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Martin Schmitt mischt wieder in der Weltspitze mit.

Engelberg/Schweiz - Nach einer atemberaubenden Aufholjagd ist Martin Schmitt beim Weltcup-Heimsieg des Schweizers Simon Ammann erneut in die Top Ten gesprungen.

Der 30 Jahre alte Routinier verbesserte sich am Samstag im Finale vom 28. auf den 7. Platz und war einmal mehr bester deutscher Skispringer. Michael Neumayer feierte als Neunter sein bisher bestes Saisonergebnis und wies gut eine Woche vor dem Auftakt der Vierschanzentournee ansteigende Form nach. Rückkehrer Stephan Hocke (Schmiedefeld) komplettierte den ordentlichen Auftritt der DSV-Athleten mit Rang 22.

“Wir hatten im ersten Durchgang Probleme. Die Mannschaft hat danach Moral gezeigt, deshalb bin ich zufrieden. Martin braucht solche Erlebnisse. Er ist auf einer guten Welle unterwegs. Und Michael Neumayer hat sich zurückgemeldet“, bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster. Ein Wermutstropfen war das Scheitern von Michael Uhrmann (Rastbüchl), der als 31. wie Andreas Wank (Oberhof/46.) und Severin Freund (Rastbüchl/47.) das Finale verpasste.

Der von den Fans frenetisch bejubelte Ammann flog mit 138,5 und 137 Metern zu seinem vierten Saisonsieg. Er verwies die Österreicher Wolfgang Loitzl (134+137,5) und Gregor Schlierenzauer (135+134) auf die Podestplätze. Schmitt hatte mit einem Sprung auf 120 Meter im ersten Durchgang eigentlich alle Chancen auf eine Top-Platzierung verspielt. “Die Bedingungen waren nicht gut, aber der Sprung hätte trotzdem weiter gehen können. Mein Ärger war daher schon groß. Ich habe im Finale mit Wut im Bauch auf dem Balken gesessen“, berichtete der viermalige Weltmeister.

Mit seinem zweiten Versuch auf 134,5 Meter katapultierte er sich um 21 Plätze nach vorne und unterstrich seine derzeit bestechende Form. “Ich hatte eine aggressivere Anfahrtposition. Vielleicht habe ich einen kleinen Anschub gebraucht. Besser ein durchwachsener und ein richtig guter Sprung als zwei mittelmäßige. Dass es so weit nach vorne geht, hatte ich allerdings nicht erwartet. Es war ein schönes Gefühl, so lange in der Leader-Box zu stehen“, sagte Schmitt. In der Weltcup-Gesamtwertung verbesserte er sich mit 153 Punkten auf den achten Platz und ist damit für den Wettbewerb am Sonntag fix qualifiziert. Ammann baute seine Führung mit 525 Zählern vor Schlierenzauer (410) aus.

Auch Neumayer strahlte nach Sprüngen auf 128 und 126 Meter. “Das war das Maximale, was ich derzeit drauf habe. Ich kann zufrieden sein. Es ist sicher nicht der falsche Zeitpunkt, jetzt besser in Form zu kommen. Ich freue mich auf die Vierschanzentournee“, sagte der Vorjahres-Dritte.

Quelle: DPA

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