Gladbach ohne Sieg

Lautern unterliegt Koblenz

Kaiserslautern - Für den 1. FC Kaiserslautern wird die Luft im Abstiegskampf der 2. Bundesliga nach einer 2:3-Heim-Pleite gegen TuS Koblenz immer dünner.

Mönchengladbach gewinnt wieder nicht, aber die Patzer der Aufstiegs-Konkurrenten machten den Punktgewinn in Osnabrück dennoch wertvoll.

Zum Abschluss des 21. Spieltages kassierten die «Roten Teufel» mit dem 2:3 (1:2) im Rheinland-Pfalz-Derby die erste Niederlage unter ihrem neuen Trainer Milan Sasic und verbleiben mit 19 Punkten als Tabellen-16. weiter im Tabellenkeller. Vor 25 578 Zuschauern brachte Sebastian Reinert (17.) den FCK in Führung, doch Ardian Djokaj mit einem Doppelpack (25./50.) und Njazi Kuqi (45.) drehten die Partie und sorgten für den ersten Koblenzer Sieg seit drei Monaten. Marcel Ziemer (76.) schaffte für den FCK nur noch den Anschluss.

Trotz zweimaliger Führung durch Torjäger Rob Friend kam Spitzenreiter Gladbach auch im vierten Rückrundenspiel nicht über ein 2:2 hinaus, thront aber mit 38 Punkten weiter an der Spitze. Denn am 21. Spieltag büßten auch die Verfolger allesamt Punkte ein. So musste sich auch die SpVgg Greuther Fürth mit einem glücklichen 1:1-Unentschieden beim FC St. Pauli begnügen. Der Herbstmeister holte nur zwei von zwölf möglichen Rückrunden-Punkten, trotzdem wollte Luhukay nach dem Punkt in Osnabrück nicht hadern: «Ich bin gar nicht unzufrieden heute», sagte der Coach, immerhin bleibt die Borussia zwei Zähler vor Mainz 05 und Fürth (beide 36).

Die Fürther hatten bei St. Pauli lange Glück: Charles Takayi verschoss einen Foulelfmeter für die Hamburger (26.). Danach gingen die Fürther durch Martin Lanig (44.) in Führung. Das verdiente 1:1 markierte René Schnitzler (59.). In der Schlussphase mussten die Gäste nach der Gelb-Roten Karte für Marino Biliskov (84.) in Unterzahl den einen Punkt verteidigen.

Mainz 05 war bereits zuvor im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Carl Zeiss Jena nicht über ein enttäuschendes 2:2 hinausgekommen. Der 1. FC Köln (35) und 1860 München (32) bremsten sich beim 0:0 im direkten Duell gegenseitig aus. Und der SC Freiburg unterlag mit 0:2 beim Aufsteiger 1899 Hoffenheim, der mit 34 Zählern nun gleichauf liegt und nun ebenfalls ans Tor zur Bundesliga klopft.

Die erste Punktspiel-Niederlage unter Trainer Jürgen Seeberger kassierte Alemannia Aachen beim 2:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden. Das Siegtor für den Aufsteiger erzielte Bakary Diakité nach einer Stunde. «Joker» Felix Luz bewahrte den FC Augsburg beim 1:1 gegen die Offenbacher Kickers mit seinem Last-Minute-Treffer vor einer Niederlage. Suat Türker hatte die Hessen mit Saisontor Nummer 9 in Führung gebracht.

Sogar drei «big points» im Abstiegskampf verbuchte Erzgebirge Aue, durch ein 6:0 gegen den desolat auftretenden SC Paderborn, und feierte nach Toren von Nemec (13.), Orahovac (41./73.), Curri (45.), Leandro (51.) und Petrous (63.) den bislang höchsten Sieg in der laufenden Zweitliga-Saison. Paderborn dagegen agierte wie ein Absteiger, Trainer Pawel Dotschew war entsetzt: «Die Geschichte ist mir peinlich, da muss man doch wenigstens Gegenwehr auf dem Platz leisten.»

Zum ernsthaften Kandidaten für einen Durchmarsch von der dritten in die erste Liga ist endgültig Neuling Hoffenheim aufgestiegen. Nach Mönchengladbach und 1860 München besiegte der Aufsteiger in der Rückrunde beim 2:0 gegen Freiburg schon den dritten Kandidaten für einen der begehrten Tabellenplätze eins bis drei.

Quelle: DPA

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