Kimi bleibt ein Roter - Vertragsverlängerung bis 2010!

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Kimi bleibt bei Ferrari.

Monza - Vier kleine Zeilen für Ferrari – ein großer Schritt für Fernando Alonso. Als am Freitag die Sonne in Monza rauskam, verteilte das rote Formel-1-Team eine schlichte Pressemitteilung. I

nhalt: Der Vertrag mit Kimi Räikkönen wird bis Ende 2010 verlängert. Deshalb wird sich die aktuelle Fahrerpaarung (Räikkönen und Felipe Massa) nicht ändern. Was nüchtern klingt, ist in Wirklichkeit die Meldung der letzten Wochen. Gewissermaßen ein Bremsklotz, den da jemand abrupt unters Fahrerkarussell geschoben hat. Und Alonso muss jetzt schauen, auf welchem Auto er zum Stehen kommt…

Der Spanier hatte ja die Hoffnung, irgendwann für Ferrari zu fahren. Spätestens im Jahr 2010. Diese Hoffnung ist am Freitag geplatzt, beide Ferrari-Cockpits sind langfristig weg. Das heißt gleichzeitig: Die Tür zu BMW ist noch weiter aufgegangen.

Hintergrund: Alonso hat jetzt noch vier Möglichkeiten – und BMW ist diejenige, die am meisten Erfolg verspricht. Alonso sagt: „Ich will in den nächsten Jahren wieder um den Titel fahren können.“ Bei Renault, wo er momentan unter Vertrag steht, wird das kaum zu schaffen sein. Der Motor ist zu schwach. Dazu kommt noch: Die Franzosen haben das KERS, das ab 2009 im Auto sein muss, vernachlässigt. Dieses System speichert Bremsenergie – der Pilot kann diese Power dann später per Knopfdruck zuschalten. BMW ist in der Entwicklung dieses High-Tech-Teils dagegen ziemlich weit.Ebenfalls an Alonso dran: Honda. Dort sitzt Ross Brawn, Schumis Superhirn. Alonso hält zwar viel von dem Briten – allerdings weniger von dem Team, das er um sich hat. Hondas 2008er Saison ist ein derartiges Desaster, dass der Anschluss zu den Top-Mannschaften innerhalb von zwei Jahren so gut wie unmöglich zu schaffen ist.

Und noch mal Japan: Auch Toyota-Teammanager John Howett ist mittlerweile in den Kampf um Alonso eingestiegen. Er soll sogar einen Blankoscheck auf den Tisch gelegt haben, in dem Alonso die Summe für ein Drei-Jahres-Gehalt selber eintragen kann. Nur: Ob diese Großzügigkeit viel hilft, ist zweifelhaft. Alonso hat bereits gesagt: „Geld spielt keine entscheidende Rolle bei meiner Zukunftsplanung.“ Viel wichtiger ist ihm die Chance, wieder Weltmeister zu werden. Und das bei Toyota? Na ja…

Bleibt also BMW. Dort hätte Alonso aller Voraussicht nach ein Top-Auto. Und das Team hätte langfristige Sicherheit. Denn: Ein schneller Wechsel Alonsos zu Ferrari ist seit diesem Wochenende ja ausgeschlossen. Klar ist zwar, dass der Spanier trotz seiner obigen Aussage nicht billig wäre – aber das Geld wäre da. Die tz erfuhr: Der jetzige Williams-Sponsor Allianz hat großes Interesse daran, mit BMW zusammenzuarbeiten. Dazu kommt noch: Die spanische Bank Santander könnte auch einen Teil des Alonso-Gehalts finanzieren. Momentan ist das Unternehmen zwar mit McLaren-Mercedes verbandelt – und angeblich ist eine künftige Zusammenarbeit mit Ferrari geplant. Allerdings soll’s eine Klausel geben: Wenn Alonso nicht zu Ferrari kommt, darf man mit ihm auch noch woanders werben. Alonso bestätigt der tz: „Ich habe ein privates Abkommen mit Santander.“ Denkbar scheint zum Beispiel, dass Santander bei BMW lückenlos Credit Suisse ersetzt. Die Schweizer haben bisher ja noch nicht entschieden, ob sie weitermachen.

Und von wie viel Geld reden wir jetzt eigentlich genau? Alonsos Manager Flavio Briatore sagt dazu nur lächelnd: „Fernando ist drei Zehntel schneller als der Rest des Feldes. Das hat er im rechten Fuß. Wenn wir ein Auto mit technischen Mitteln um drei Zehntel verbessern müssten, würde uns das 25 bis 30 Millionen kosten.“ Diese Rechnung ist bei BMW sicher auch bekannt…

Quelle: tz

Quelle: tz

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