Kennzeichen Dirk

+
Rasiert: Nowitzkis Olympia-Frisur

Dallas/Würzburg/München - Dirk Nowitzkis Herz schlägt immer noch höher, wenn er sich das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreift: ein Überblick über seine Karriere im DBB-Team.

Ein Traum - geschrieben ist das ziemlich schnell. Ihn zu verwirklichen, dauert in den meisten Fällen etwas länger. Bei Dirk Nowitzki zwölf Jahre, um genau zu sein. Am 8. August 2008 war es dann so weit: Bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking durfte er die deutsche Flagge in das Stadion tragen. Seine Augen funkelten dabei wie die eines kleinen Jungen, der gerade sein erstes Weihnachtsgeschenk auspacken darf… „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte Nowitzki. „Ich träume von den Olympischen Spielen, seit ich zehn Jahre alt bin. Bei den Spielen in Seoul habe ich das 100-Meter-Finale gesehen, Ben Johnson und Carl Lewis. Ich will unbedingt zu den Olympischen Spielen, habe ich damals nur gedacht.“ Worte eines NBA-Superstars und Multimillionärs. Der große Ruhm und das viele Geld haben Nowitzki aber immer nur recht wenig interessiert.

„Er ist keiner, der viele Partys feiert oder in teuren Autos durch die Gegend fährt“, so seine Schwester Silke zur tz. „Dirk ist immer ein Original geblieben.“

Ein Original, dessen Herz immer noch höher schlägt, wenn er sich das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreift. Während seine Kollegen aus der NBA nach der Saison erst mal die schönsten Strände dieser Welt erkunden, ließ Dirk schon des Öfteren seine Ferien sausen, um sich der Vorbereitung mit dem Nationalteam anzuschließen. Nur im Jahr 2009 reiste Nowitzki nicht mit zur EM nach Polen - aber auch nur, weil der Besitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, es ihm ausdrücklich verboten hatte. Seine Bilanz nach 14 Jahren Nationalmannschaft: 127 Spiele, eine Bronzemedaille bei der WM 2002 in den USA, eine aus Silber bei der EM 2005 in Serbien-Montenegro. Wie wichtig Dirk für Deutschland ist, weiß Bundestrainer Dirk Bauermann. „Ich kenne keinen Basketball-Profi, der härter arbeitet als Nowitzki“, so Bauermann. „Nach jedem Training bleibt er für 30 bis 60 Minuten in der Halle und feilt an seiner Wurftechnik. Als Mensch ist er bescheiden, bodenständig und unprätentiös. Dirk Nowitzki ist einfach normal geblieben. Da gibt es keinen Hauch von Arroganz. Das ist fast noch höher einzuordnen als das Sportliche.“

Dallas feiert seine Champions: Mega-Parade mit Nowitzki & Co.

Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © AP
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa
Mehr als 250.000 Menschen säumten um 10 Uhr Ortszeit an einem gewöhnlichen Arbeitstag (Donnerstag, 16. Juni) die Straßen der texanischen Millionen-Metropole Dallas, um die Helden der Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki nach dem Erfolg gegen Miami Heat zu feiern. © dpa

Beispiel gefällig? Bitte: Dirk saß beim Public Viewing im Biergarten, als sich die deutsche Nationalmannschaft in Athen auf den letzten Drücker für Olympia 2008 qualifizierte. Als es dann feststand, flossen die Tränen. Minutenlang. „Ich habe einfach nur geweint“, erinnert er sich. Daraufhin rasierte er sich die olympischen Ringe ins Haar, „mit ausgeschnittenen kleinen Papptellern“, erzählte der Superstar, und ab nach Peking. Ins olympische Dorf, versteht sich. Nicht wie die Amis oder die Chinesen, die sich zu fein dafür waren und woanders in diversen Luxushotels wohnten. Das kam für Dirk nicht infrage. „Ich will nirgendwo sonst wohnen“, sagte Nowitzki. „Das ist großartig, mir gefällt das, die Leute kommen auf mich zu, ich kann da stundenlang sitzen.“ Seine Augen funkelten wieder.

Dirk Bauermann hofft, dass sie es auch weiterhin tun. Nach der langen NBA-Saison lässt Nowitzki seine EM-Teilnahme offen: „Wegen der EM müssen wir uns noch mal zusammensetzen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Es war eine sehr lange Saison und dann kommt ja auch noch meine Fingerverletzung hinzu.“ Harter Tobak für den Bundestrainer. Bauermann, selbst ein Olympia-Fanatiker, weiß, dass es nur mit Nowitzki möglich ist, eine gute EM zu spielen und sich somit für Olympia 2012 in Brasilien zu qualifizieren. Die Hoffnung gibt er aber nicht auf. „Ich bin mir sicher, er sieht auch die Verantwortung, die er für den Basketball in Deutschland hat“, sagte Bauermann. „Durch seinen NBA-Titel hat sich eine große Euphorie entwickelt. Sie könnte aber wieder verschwinden, wenn er nicht spielt. Er ist ein gefeierter Superstar und sensationell wichtig für den Sport.“ Und für all die kleinen Jungen, die auch einen Traum haben, wie einst Nowitzki…

J. Carlos Menzel Lopez

Quelle: tz

Auch interessant:

Meistgelesen

Boris Becker: Irrer Twitter-Streit mit Tennis-Rüpel Nick Kyrgios - „Größerer Trottel als ich dachte“
Boris Becker: Irrer Twitter-Streit mit Tennis-Rüpel Nick Kyrgios - „Größerer Trottel als ich dachte“
Deutsche Reporter-Legende ist tot- Auch Beerdigung zeigt, wie beliebt er war
Deutsche Reporter-Legende ist tot- Auch Beerdigung zeigt, wie beliebt er war

Kommentare