Fotografen klagen an: „Er hat uns geschlagen“

Jagd auf Paparazzi: Lehmann rastet aus

Jens Lehmann hat sich vor einem Londoner Nobel-Club mit Fotografen angelegt.
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Jens Lehmann hat sich vor einem Londoner Nobel-Club mit Fotografen angelegt.

London - Nationaltorwart Jens Lehmann fristet bei Arsenal London ein tristes Reservisten-Dasein.

Sportlich macht er in England nicht von sich reden. Dafür fiel er jetzt anderweitig auf: Vor dem Londoner Edel-Klub Embassy in der Old Burlington Street nahe dem Picadilly Circus eskalierte eine Begegnung zwischen Lehmann und einem Pulk Fotografen.

Dan W., einer der Beteiligten, klärt die tz auf. „Es geschah gegen drei Uhr morgens. Lehmann war alleine, wirkte nüchtern. Wir waren ungefähr neun Fotografen. Als er uns sah, blieb er stehen, schloss einige Sekunden die Augen, als wolle er sich konzentrieren.“ Es braut sich was zusammen…

Jens Lehmann wirkt immer angespannter, steht kurz vor dem Ausbruch. Augenzeuge Dan W.: „Er hat sich den erstbesten Fotografen geschnappt, ihn geschubst und ins Gesicht geschlagen. Danach ging er die Straße runter, wir alle hinterher – in einem Abstand von vier bis fünf Metern.“

Unser Nationaltorhüter ist immer gereizter, brüllt: „Stop making fotos!“

An der ersten Ecke dreht sich Lehmann dann um, versucht, die Fotografen weiter einzuschüchtern. Erfolglos. Als nächstes zückt der Nationalkeeper das Handy, um die Szene auf Video festzuhalten. Die Fotografen kontern mit einem Blitzlichtgewitter. Lehmann flüchtet, die Fotografen hinterher.

Was dann passiert, schildert Dan W. wie folgt: „Lehmann dreht sich um, schnappt sich einen Fotografen und schleudert ihn zu Boden.“

Plötzlich ertönen Sirenen, eine Polizei-Streife taucht auf. „Wir Fotografen, haben versucht, den Einsatzwagen anzuhalten. Aber er raste vorbei. Das hat Lehmann mitbekommen. Die Sache wurde ihm zu heiß. Da schnappte er sich ein Taxi, und düste ab.“

Von einer Anzeige gegen Lehmann sahen die Fotografen ab, schließlich wurde keiner der Beteiligten ernsthaft verletzt. Trotzdem dürfte sich Lehmann seinen Abend anders vorgestellt haben. Denn für die Außendarstellung des DFB war die Aktion auch nicht gerade vorteilhaft. Bundestrainer Jogi Löw zur tz: „Ich kann dazu jetzt nichts sagen, das ist das Erste was ich höre. Ich bin jetzt unterwegs und muss mich informieren.“

Dietmar Kreft, Alexander Haubrichs

Quelle: tz

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