Nur Platz 14 – und von Kubica überrundet…

Höchststrafe für Heidfeld

Schwer unter Druck: Nick Heidfeld konnte seinem Stallgefährten Robert Kubica nicht folgen.
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Schwer unter Druck: Nick Heidfeld konnte seinem Stallgefährten Robert Kubica nicht folgen.

Monte Carlo - Frust am Fahren. Das ist es, was BMW-Pilot Nick Heidfeld im Moment erlebt, wenn er in sein Formel-1-Auto steigt.

Das Rennen in Monaco: ein einziges Desaster für den Mann, den sie Quick Nick, den schnellen Nick, nennen. Oder nannten. Den Grand Prix in Monte Carlo beendete der Deutsche auf Platz 14. Ohne Punkt, ohne Erklärung – und mit vier Runden Rückstand auf seinen Teamkollegen Robert Kubica, der auf Platz zwei landete. Höchststrafe für Heidfeld!

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Im Rennen hatte Nick gestern schlicht und einfach Pech. Nachdem ihm Fernando Alonso ins Auto gefahren war, musste Heidfeld für eine Reparatur an die Box – damit waren alle Chancen auf eine gute Platzierung futsch. Allerdings: Das eigentliche Problem war – wie zuletzt schon viel zu oft – einen Tag älter. Heidfeld hatte das Qualifying verpatzt, kam nicht über Startplatz 13 raus. Damit steht’s im team-internen Qualifying-Wettkampf Heidfeld gegen Kubica jetzt 0:6. tz-Kolumnist Striezel Stuck ist sich deshalb sicher, dass sich BMW auf dem Fahrermarkt schon nach Alternativen für Quick Nick umschaut. Und „wenn er den Platz bei BMW-Sauber verliert, sind seine Chancen, Weltmeister zu werden, gleich null. Wer will ihn dann noch nehmen?“, fragt Stuck.

Heidfeld und seine Leistung: Wie sieht man dieses Thema bei BMW? Motorsportdirektor Mario Theissen sagte gestern Nachmittag: „Ich finde, was Nick im Rennen gezeigt hat, war schon eine andere Klasse als gestern im Qualifying. Er ist von Platz 13 zwischenzeitlich auf fünf vorgefahren, das muss man erst mal schaffen bei all den Unfällen. Er war sehr aggressiv. Das ist es, was wir von ihm sehen wollen.“ Lob also, klingt doch gar nicht so schlecht…

Einziges Problem: Es gibt auch Tadel, und zwar nicht zu knapp. Vor dem Start stellte Theissen nüchtern fest: „Nick ist langsamer als Robert.“ Und: „Ich mache mir Sorgen um die Performance, wenn wir nicht dort stehen, wo wir glauben hinzugehören. Das gilt genauso für die Technik wie für die Fahrer.“ Heißt im Klartext: Heidfeld muss besser werden. Punkt. Das ist auch Nick selber klar. Für sein Qualifying-Ergebnis fand er nur ein Wort: „katastrophal.“

Was die Lage für den Deutschen besonders bitter macht, sind die guten Ergebnisse seines Teamkollegen Kubica. Der schafft es, die Reifen fürs Qualifying schnell auf Temperatur zu bringen und holt sich deswegen laufend gute Startplätze. Die logische Folge sind dann Top-Rennresultate. So wie gestern, als der Pole den Großen Preis zwischendurch sogar anführte. Klar: Damit beeindruckte er auch seinen Chef Theissen: „Das Rennen habe ich sehr genossen. Wir waren ja nach dem Qualifying nicht direkt in der Offensive, aber im Rennen lief es beim Robert wirklich perfekt. Er war unter allen Bedingungen sehr stark…“

Und warum klappt’s bei Heidfeld nicht genauso gut? Nick sagt: „Ich habe schon meine Theorien, aber die möchte ich ungern teilen, weil ich es nicht als Ausrede stehen lassen möchte.“ Höchste Zeit, dass er wieder nach vorn fährt. Dann wären Ausreden unnötig.

Quelle: tz

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