Herr Kühnen, warum ist München so beliebt?

Patrik Kühnen (r.) und Nicolas Kiefer kennen sich gut – trotzdem schaffte es der Münchner Turnierdirektor nicht, Kiwi heuer an den Aumeister zu locken.
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Patrik Kühnen (r.) und Nicolas Kiefer kennen sich gut – trotzdem schaffte es der Münchner Turnierdirektor nicht, Kiwi heuer an den Aumeister zu locken.

Premiere am Aumeister. Patrik Kühnen ist zum ersten Mal Turnierdirektor der BMW Open, die am Samstag beginnen. Was er sich vorgenommen hat und was neu ist für die Zuschauer, verrät der Daviscup-Kapitän im tz-Interview.

Turnierdirektor – war das für Sie schon immer ein Karriere-Ziel?

Patrik Kühnen: Nein, ich habe daran nie einen Gedanken verloren. Allerdings habe ich letztes Jahr spontan zugesagt, kurzfristig einzuspringen, nachdem Rudi Berger krank war. Aber ich musste nicht aktiv werden, weil Rudi in der Turnierwoche wieder fit war. Leider ist Rudi im Herbst viel zu früh verstorben.

Haben Sie schon viele Ideen eingebracht?

Kühnen: Ich muss da erst reinwachsen. Wir haben uns mal auf ein dreijähriges Engagement geeinigt. Es gibt einige Veränderungen – neue Bestuhlung auf dem Center Court, eine zweite Videoleinwand, Gewinnspiele, einen DJ, der die ganze Woche für Stimmung sorgen wird und den Walk of Fame. Auf einem grünen Teppich auf der Stirnseite von Platz vier wurden die Namen aller bisherigen Sieger in Form von goldenen Sternen verewigt.

Ihre Ideen?

Kühnen: Ich muss fair sein, es sind wichtige Ideen und finanzielle Engagements von allen Mitwirkenden.

Was ist die Aufgabe eines Turnierdirektors? Was haben Sie dazu beigetragen?

Kühnen: Ganz wichtig ist natürlich ein starkes Teilnehmerfeld. Ich glaube, unsere Meldeliste kann sich sehen lassen mit zwei Top-Ten-Spielern beziehungsweise vier der besten 15. Mein persönlicher Draht zu den Spielern hat meine Arbeit erleichtert. Das Turnier ist aber auch sehr beliebt, es hat ja einen ganz besonderen Charme durch die überschaubare Anlage.

Nur Nicolas Kiefer kommt nicht nach München. Offenbar konnten nicht mal Sie ihn umstimmen…

Kühnen: Ich habe ihn natürlich auf das Turnier angesprochen. Aber er will in dieser Woche eine Pause machen, für Rom und Hamburg trainieren. Das muss ich respektieren.

Was sagen Sie zu Kiefers doch recht deutlicher Niederlage gegen Philipp Kohlschreiber, den Titelverteidiger der BMW Open? Beste Reklame für Ihr Turnier…

Kühnen: Ich habe das Spiel nicht gesehen, kann deshalb keinen Kommentar dazu abgeben. Es zeigt jedoch, dass Kohlschreiber fit ist für die Titelverteidigung. Letztes Jahr spielte er in Monte Carlo schon sehr gut, danach gewann er in München. Könnte ein gutes Omen sein…

Wie wichtig ist das Abschneiden der Deutschen?

Kühnen: Man hat es letztes Jahr gesehen, als Kohlschreiber gewonnen hat. Von Tag zu Tag steigerte sich die Begeisterung. Interview:

gela

Quelle: tz

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