"Felix muss sich jetzt als Persönlichkeit beweisen"

Dieses Foto entstand beim Weltcup in Kitzbühel.  Felix Neureuther schied aus
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Dieses Foto entstand beim Weltcup in Kitzbühel. Felix Neureuther schied aus

Garmisch-Partenkirchen - In der Eingangshalle des deutschen Team-Hotels Riessersee prasselte am Donnerstagabend ein Kaminfeuer.

Es war wohlig warm im ganzen Haus. Aber innendrin? In der Seele? Da gibt’s wohl ein bisschen Gänsehaut. Jedenfalls bei Felix Neureuther. Denn jetzt ist er da, der Tag X!

Am Sonntag (10 und 13.15 Uhr) fahren die Herren den Weltcup-Slalom am Gudiberg. Es ist einer von zwei Terminen, an denen Neureuther (25) gut sein MUSS. Monster-Druck, es ist sein Heimrennen. Entweder genauso wichtig oder vielleicht sogar noch wichtiger als die WM.

Und das ausgerechnet jetzt! Neureuther ist im Slalom zuletzt drei Mal nacheinander ausgeschieden, weil er einfädelte. Selbstbewusstsein? Naja…

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Der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier weiß: „Das ist nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Einmal einfädeln ist okay, aber dreimal einfädeln? Das ist ihm überhaupt noch nicht passiert…“

Eine völlig neue Erfahrung also für Neureuther. Sein Chef Maier erzählt: „Felix war ja immer ein bisschen der Sonnyboy – easy coming und easy going. Jetzt merkt er, dass es auch anders sein kann. Dass es Gegenwind geben kann. Jetzt hat er eine Phase, in der es für ihn richtig knackig ist. Er muss sich stellen und sich auch als Persönlichkeit beweisen. Dann wird er vielleicht ein richtig Großer.“

Das muss im Kopf passieren – aber auch durch Tüfteln am Material. In den letzten Tagen ging’s da, so Maier, um „das System Schuh – Bindung – Ski. Man macht sich solche Gedanken wie: Muss man die Bindung vielleicht weiter hinten oder weiter vorn montieren?“

Damit der Felix in der Folge mal wieder weiter vorn landet…

Uli Heichele

Quelle: tz

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