Bewegende Worte

Dirk Nowitzki: Basketball-Legende mit gnadenlos ehrlichem Geständnis

Die Basketball-Legende Dirk Nowitzki hat sich mit einem bewegenden Post zum Tod von George Floyd geäußert. Er fordert dabei einen Wandel in der Gesellschaft.

  • Dirk Nowitzki ist der erfolgreichste deutsche Basketballer aller Zeiten.
  • Der Würzburger spielte 20 Jahre für die Dallas Mavericks in der NBA.
  • Nach dem Tod von George Floyd hat er einen bemerkenswerten Post auf Instagram abgesetzt.

München/Dallas - Dirk Nowitzki ist eigentlich kein Mann großer Worte. Er ließ meist Taten oder sportliche Leistungen für sich sprechen. Selbst bei seinem Karriereende im vergangenen Jahr schwang er keine große Rede. Es schien fast so, als sei Nowitzki der Rummel um seine Person viel zu viel. 

Dabei trat am 11. April 2019 einer der größten Basketball-Legenden ab - nach 1.522 Spielen in der NBA und 31.560 Punkten. Seitdem ist es sehr ruhig geworden um den gebürtigen Würzburger. Anfang des Jahres trauerte Nowitzki um das Leben eines anderen US-Superstars. Lakers-Legende Kobe Bryant* starb bei einem Helikopter-Absturz* in Los Angeles. 

Doch nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in der vergangenen Woche durch einen US-Polizisten und der damit verbundenen Eskalation in der US-amerikanischen Gesellschaft, hat sich der 41-Jährige nun auf Instagram mit bewegenden Worten gemeldet. 

USA/Dirk Nowitzki: Basketball-Legende hat „Angst um die Zukunft meiner Kinder“

„Mit dem Herzen bin ich bei der Floyd-Familie und allen Familien, die von Rassismus und sozialer Ungerechtigkeit betroffen sind“, schrieb Nowitzki dort: „Ich bin am Boden zerstört und traurig, dass wir so etwas immer und immer wieder sehen. Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder. Viele Familien haben dieses Gefühl seit Generationen. Wir müssen etwas ändern!“

Die Basketball-Legende fragt dabei: „Können wir nicht nett und respektvoll sein? Können wir nicht gegenseitig zuhören und voneinander lernen? Können wir nicht unsere Kinder so erziehen? Ihr habt meine Zusage. Ihr habt meine Unterstützung. Ihr habt meine Ohren und meine Stimme“, schrieb Nowitzki.

Er werde diesem Ausdruck verleihen, indem er „eine Organisation unterstützt, die diesen mächtigen und überfälligen Wandel in unserer Gesellschaft anführt.“

USA/Dirk Nowitzki und sein eindringlicher Appell an die Gesellschaft

Nowitzki lebt mit seiner Ehefrau Jessica Olsson und den drei Kindern auch nach seinem Karriereende 2019 in Dallas/Texas und unterstützt bereits das Kinderhilfswerk UNICEF sowie gemeinnützige Einrichtungen in Texas.

Floyd war in der vergangenen Woche bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt hatte. In zahlreichen US-Städten kam es seither zu Protesten und Demonstrationen, die oftmals mit Polizeigewalt zurückgedrängt wurden.

Große Teile des US-Sports prangern nach Floyds Tod Ungleichheit in den USA an. Auch in der Bundesliga war es deshalb zu zahlreichen Solidaritätsaktionen gekommen.

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#blackouttuesday ⚫️

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Unzählige Sportler und Vereine weltweit drückten ihrer Solidarität am Dienstag mit dem Post eines schwarzen Bildes und dem Hashtag #BlackLivesMatter aus.

smk/sid

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Eine NBA-Legende verstarb Anfang Juni - seine Trikotnummer wird bis heute nicht mehr vergeben.

Rubriklistenbild: © dpa / Tony Gutierrez

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