Am Samstag treten 213 Länderspiele ab

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Ein Titan tritt ab: Oliver Kahn.

Nach dem Schlusspfiff am Samstagnachmittag fällt der Vorhang für einen der größten Stars der Fußball-Bundesliga und ihren erfolgreichsten Trainer.

Im Anschluss an die Partie gegen Hertha BSC beenden beim FC Bayern München Meister-Coach Ottmar Hitzfeld und der ehemalige Welt-Torhüter und 86-fache Nationalspieler Oliver Kahn ihre Karriere in der deutschen Eliteliga. Zudem treten am Samstag auch Kahns ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Jörg Böhme, Stefan Beinlich, Carsten Ramelow und wahrscheinlich auch Christian Wörns ab, die zusammen 127 Länderspiele für Deutschland absolviert haben.

Dem Abschied nach 557 Bundesliga-Spielen mit dem FC Bayern und dem Karlsruher SC sieht der 38-jährige Kahn gelassen entgegen: “Irgendwann ist man einfach froh, dass es dann auch mal vorbei ist.“ Emotionaler könnte es beim künftigen Schweizer Nationalcoach Hitzfeld werden, der bereits nach dem 2:0-Sieg der Bayern in der vergangenen Woche gegen Arminia Bielefeld bei der Mini-Meisterfeier einige Tränen verdrückte. “Ich habe auch ein paar Gefühle“, sagte Hitzfeld. Dabei steht die große Meistersause mit den Fans auf Münchens Marienplatz nach dem Hertha-Spiel noch bevor. “Ich bin dankbar, dass ich so lange für so einen Verein spielen durfte und die Chance hatte, die ganzen Titel zu gewinnen“, sagte Kahn, der mit dem Rekordmeister 16 nationale und internationale Trophäen sammelte.

Ebenfalls 16 Titel stehen für Hitzfeld mit Borussia Dortmund und Bayern München zu Buche. Damit hat der 59-Jährige in seiner letzten Bundesliga-Saison Udo Lattek überflügelt, der 15 Titel mit deutschen Clubs holte. Als Nationalcoach der Schweiz will Hitzfeld die Eidgenossen zur WM 2010 nach Südafrika führen. Spätestens dort könnten sich die Wege Hitzfelds und Kahns wieder treffen. Der 86- malige Nationaltorhüter wird beim ZDF Nachfolger von Jürgen Klopp als TV-Experte bei Länderspielen und Fußball-Großereignissen. “Das wird mit Sicherheit eine interessante Sache. Da freue ich mich sehr drauf“, sagte Kahn zu seiner künftigen Aufgabe.

Auch Böhme und Beinlich haben schon konkrete Aufgaben vor Augen. Der zehnmalige Nationalspieler Böhme wird nach langwierigen Knieproblemen Co-Trainer bei der Amateurmannschaft seines Clubs Arminia Bielefeld. “Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden, mein Engagement nun als Trainer für die 2. Mannschaft einzubringen. Ich bin mir sicher, dass ich dort einiges bewegen kann“, sagte der 34-Jährige, der in der Bundesliga neben Bielefeld für Eintracht Frankfurt, den TSV 1860 München, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach spielte.

Ebenfalls Knieverletzungen haben bei Beinlich und Ramelow zum Karriereende geführt. Der 36-jährige Beinlich soll bei seinem Club Hansa Rostock nach dem Abstieg aus der Bundesliga anderweitig integriert werden. Für den ehemaligen Berliner, Leverkusener und Hamburger ist die Aufgabe des Teammanagers vorgesehen. Ramelow hat bereits einen Anschlussvertrag bei Bayer Leverkusen in der Tasche, lässt seinen Zukunft jedoch noch offen: “Ich weiß noch nicht, ob ich den Vertrag antrete. Es muss auf jeden Fall Spaß machen.“

Unklar ist auch die Situation des 66-fachen Nationalspielers Wörns. Der Vertrag des Innenverteidigers bei Borussia Dortmund läuft aus. Obwohl der 36-Jährige im Frühjahr ankündigte, seine Karriere fortsetzen zu wollen, ist ein neuer Club bislang noch nicht in Sicht.

Quelle: DPA

Quelle: tz

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