IAAF-Skandal

Hörmann zu Digels-Rolle: "Das ist eher verwunderlich"

Alfons Hörmann, Deutscher Olympischen Sportbundes, DOSB
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Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Hannover - DOSB-Chef Alfons Hörmann ist verwundert über das Nichtwissen des früheren IAAF-Vizepräsidenten Helmut Digel in Bezug auf die angeblichen Machenschaften von Leichtathletik- Weltverbandspräsident Lamine Diack.

„Die Frage ist nun, wie sein Nachfolger Sebastian Coe und auch andere aus dem Führungszirkel von diesem Skandal betroffen sind“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes dem„Münchner Merkur in einem Interview. Er wolle dabei an Helmut Digel erinnern.

„Der sagt uns in Deutschland immer gerne, was wir besser machen könnten. Das ist eher verwunderlich“, sagte Hörmann. „Schließlich saß er fast zwanzig Jahre lang in der Führung des Leichtathletik-Weltverbandes an der Seite von Diack und hat als Vizepräsident nicht bemerkt, dass sein Präsident mit Gaunermethoden vorgeht.“ Daran sehe man, wie schwierig solche Dinge von außen zu bewerten sind.

Diack ist von der französischen Justiz wegen Korruption angeklagt worden. Er soll Doping-Fälle gegen Geld vertuscht haben. Der Tübinger Soziologe Digel war von 2007 bis 2015 im IAAF-Council. In diesem Jahr wurde er mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet.

dpa

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