Italien: Wettmafia wollte sich Zweitligaklubs kaufen

Der Wett- und Manipulationsskandal im italienischen Fußball bekommt immer neue Dimensionen. Jetzt wollte sich die Wettmafia sogar eigene Klubs kaufen, um besser manipulieren zu können.

Laut eines Berichts der Gazzetta dello Sport beabsichtigte die als Drahtzieher zahlreicher Spielmanipulationen geltende Wettmafia aus Singapur sogar den Kauf von Vereinen der zweiten und dritten Liga, um ihre illegalen Geschäfte abzuwickeln.

Die Zeitung beruft sich auf Ergebnisse der Staatsanwaltschaft aus Vernehmungen des vor Weihnachten verhafteten Zweitliga-Spielers Luigi Sartor. Demnach sollen die Asiaten den 36-Jährigen beauftragt haben, infrage kommende Klubs zu suchen. Sartor sollte nach der Übernahme der Klubs durch die Mafia bei einem der Vereine spielen und bei Manipulationen mitwirken.

Konkret für ihre Zwecke im Blick hatte die Wettorganisation angeblich schon den Serie-B-Klub Albinoleffe. Aufgrund ihrer bisherigen Untersuchungsergebnisse ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen gegen insgesamt 43 Profis wegen des Verdachts der Beteiligung an Spielmanipulationen. Die Behörden gehen derzeit von 18 manipulierten Begegnungen, darunter auch mehrere Serie-A-Spiele, aus.

sid

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