Champions-League-Ausschluss

Nach UEFA-Strafe droht ManCity nächster Tiefschlag: Premier League ermittelt - Titel aberkannt?

Die Uefa greift hart durch: Manchester City und Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola werden wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay aus der Champions League ausgeschlossen. Und nicht nur das.

  • Hammer-Strafe gegen den Englischen Meister Manchester City.
  • Der Klub von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola wird aus der Champions League ausgeschlossen.
  • Als Begründung werden schwerwiegende Verstöße gegen das Financial Fairplay genannt.

Update vom 17. Februar, 13.05 Uhr:

TeammanagerPep Guardiola (49) will Manchester City offenbar auch nach der zweijährigen Europacup-Sperre durch die Finanzkontrollbehörde der Europäischen Fußball-Union (UEFA)treu bleiben. Nach übereinstimmenden Medienberichten habe der ehemalige Bayern-Trainer für sich diese Entscheidung getroffen, laut der Times habe Guardiola dies auch bereits der Klubführung des Premier-League-Klubs mitgeteilt.

Auch der Berater des Spaniers, Josep Maria Orobitg, geht von einem Verbleib seines Mandanten in Manchester aus. "Guardiola hat seine Verträge immer erfüllt. Und dieser läuft 2021 aus", sagte er El Mundo. Es wird erwartet, dass sich Guardiola selbst erst nach dem Ligaspiel gegen West Ham United am Mittwoch zu dem Thema äußert.

Update vom 17. Februar, 8.04 Uhr: Teammanager Mikel Arteta (37) vom FC Arsenal fühlt nach der zweijährigen Europacup-Sperre durch die Finanzkontrollbehörde der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen Manchester City mit seinem Ex-Verein. "Es ist sehr schwierig. Ich will das Beste für Manchester City, das Beste für Pep (Guardiola, d. Red.) und die Spieler", sagte Arteta nach dem 4:0 (0:0) der Gunners am Sonntag gegen Newcastle United.

Manchester City von UEFA mit Strafe belegt: Wird auch ein Titel aberkannt?

Update vom 16. Februar, 10.29 Uhr: Dem englischen Meister  Manchester City drohen nach der  drakonischen Strafe der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auch seitens der Premier League Sanktionen. Zahlreiche englische Medien berichten, dass die Liga die zurückliegenden Bilanzen des Vereins ebenfalls überprüft - und bei einem möglichen Vergehen hart durchgreifen könnte.

Von einem Punktabzug bis hin zum nachträglichen Verlust der Meisterschaft aus dem Jahr 2014 würden die Strafen demnach reichen. Betroffen ist der Zeitraum zwischen 2012 und 2016.

In dieser Spanne, das hatte das unabhängige Finanzkontrollgremium CFCB der UEFA festgestellt, soll City Sponsoreneinnahmen in der Bilanz überbewertet und unerlaubte Geldspritzen ihres Besitzers Scheich Mansour bin Zayed verschleiert haben. Das führte nun unter anderem zu einem zweijährigen Ausschluss von allen Europapokal-Wettbewerben, gegen den der Verein vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vorgehen will.

Während laut Richtlinien des Financial Fair Play (FFP) der UEFA Vereine in einem Zeitraum von drei Jahren einen Verlust von maximal 30 Millionen Euro erwirtschaften dürfen, ist das FFP der Premier League nicht so streng ausgelegt. Hier dürfen von den Eigentümern im gleichen Zeitraum Verluste bis zu 125 Millionen Euro ausgeglichen werden.

Mega-Strafe gegen Manchester City: Klub will komplett neue Wege gehen - Schreitet FC Bayern ein?

Update vom 15. Februar, 13.30 Uhr: Manchester City lässt die Strafe (freilich) nicht auf sich sitzen - und schießt direkt zurück. Die Ermittlungen seien „fehlerhaft“ gewesen und Informationen „durchgesickert“.

Der Chefermittler der Uefa, der namentlich nicht genannt wird, kommt in der Reaktion des Englischen Meisters alles andere als gut weg, ist Ziel des Konters der Himmelblauen.

Strafe gegen Manchester City: Premier-League-Klubs wollen Super Liga

Ein Machtkampf bahnt sich an, einer, dem die Premier-League-Klubs am liebsten aus dem Weg gehen würden? Die Bemühungen aus England um eine Super Liga außerhalb des europäischen Fußballverbands erscheinen vor der drakonischen Strafe gegen ManCity freilich vor einem anderen Licht.

Möchte sich da etwa jemand der Kontrolle der Uefa entziehen, um ungehemmt zu investieren und den Wettbewerb zu diktieren? An dieser Stelle ist dies alles freilich nur Spekulation.

Im Fokus: Manchester City.

Der FC Bayern, für den der Coach der Citizens, Pep Guardiola, früher ebenfalls gearbeitet hat (2013 - 2016), stellt sich dem zumindest entgegen. 

Seit Monaten verpasst Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge keine Gelegenheit, um zu betonen, dass die Münchner sich nicht an einer - wie auch immer genannten - Super Liga beteiligen werden - und die Champions League, in der nun der BVB auf Paris Saint Germain trifftfür sie unverzichtbar sei. 

Nutzt der FC Bayern die aktuellen Entwicklungen, um sich nochmal klar zu positionieren?

Manchester City und andere Klubs wollen Super Liga statt der Champions League

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte 2018 auch den FC Bayern als möglichen Teilnehmer an einer Super Liga genannt. Weitere mögliche Gründer seien: Real Madrid, der FC Barcelona, Manchester United, der FC Chelsea, der FC Arsenal, Manchester City, der FC Liverpool, Paris Saint-Germain, Juventus Turin und AC Mailand. 

Hinzu kämen zunächst Atlético Madrid, Borussia Dortmund, Olympique Marseille, Inter Mailand und AS Rom als Gäste. Darunter wären also fünf englische Klubs. Der deutsche Rekordmeister hatte derlei Meldungen seinerzeit umgehend dementiert. Und tut dies bis heute.

Manchester City geht gegen Champions-League-Ausschluss vor

Update vom 15. Februar, 6.28 Uhr: Manchester City will gegen die verhängte UEFA-Sperre vorgehen. Nach Sky-Informationen könnte der Klub damit nicht alleine dastehen. Andere Top-Teams, die unter der Financial-Fair-Play-Regel leiden, hätten demnach seit Jahren einen solchen Gerichtsprozess vorbereitet. Diese hätten nur auf einen solchen Moment gewartet.

Der Sender nennt unter anderem Paris Saint Germain und spricht davon, dass das UEFA-Urteil ein „Erdbeben“ auslösen könnte. Demnach verstoße die Regelung gegen geltendes europäisches Wettbewerbs-Recht. Folgt nun ein Giga-Prozess, in dem die Top-Klubs Europas gemeinsam gegen die UEFA vorgehen?

Update vom 14. Februar, 21.50 Uhr: Manchester City hat bereits auf die Strafe der Uefa reagiert - und will „in erster Instanz so schnell wie möglich ein Verfahren vor dem Sportschiedsgericht einleiten“.

Das teilte der Premier-League-Klub an diesem Freitagabend auf seiner Website und via Social Media mit. „Manchester City ist enttäuscht, aber nicht überrascht über die heutige Ankündigung der Uefa“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Champions-League-Ausschluss? Manchester City will dagegen vorgehen

ManCity beschwerte sich weiter über einen angeblich „fehlerhaften und durchgesickerten Uefa-Prozess“ des Chefermittlers, der dem Klub schon im Dezember 2018 beabsichtigte „Sanktionen“ vorgelegt hätte, „bevor die Ermittlungen überhaupt begonnen hatten“.

Es ist wohl ein langer juristischer Prozess zu erwarten, der klären soll, ob der Englische Meister auch wirklich aus der Champions League ausgeschlossen werden darf und kann.

Erstmeldung vom 14. Februar, 20 Uhr: Was für ein Rückschlag für Pep Guardiola: Der Katalane war nach seiner Zeit in München (2013 - 2016) bei Manchester City angetreten, um mit dem englischen Klub die Champions League zu gewinnen.

Doch jetzt der Mega-Hammer! Der aktuelle Meister derPremier League wird in den kommenden zwei Jahren wegen schwerwiegenden Verstößen gegen das Financial Fairplay aus der Königsklasse ausgeschlossen. Das teilte der europäische Fußballverband (Uefa) am Freitag mit.

Manchester City: Aus Champions League verbannt, gewaltige Geldstrafe

Und nicht nur das: Demnach müssen die Citizens weitere 30 Millionen Euro Strafe zahlen. Das Financial Fairplay sieht (vereinfacht) vor, dass Klubs innerhalb von drei Jahren auf demTransfermarkt nicht mehr ausgeben als sie einnehmen. Mehrheitseigner, Investoren und/oder Gönner dürfen in dieser Zeit eine Differenz „nur“ bis zu 30 Millionen Euro ausgleichen.

Trainer von Manchester City: Pep Guardiola.

Einzig in dieser Spielzeit hat Manchester City aber eine negative Transferbilanz von kolportiert 98 Millionen Euro. 

Dem Englischen Meister von 2018 und 2019 war es in der Winter-Transfer-Phase nicht gelungen, diese riesige Lücke zu schließen - zum Beispiel durch einen Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern München.  

Pep Guardiola: Nie ein Champions-League-Sieg mit ManCity?

Guardiola, dessen Vertrag in Manchester 2021 ausläuft, hat jetzt wohl nur noch einen Anlauf, um den Traum vom ersten Champions-League-Titel der Himmelblauen wahr zu machen. 

Doch im Achtelfinale dieser Saison trifft ManCity ausgerechnet auf Real Madrid (26. Februar/17. März), den großen Rivalen Guardiolas aus seiner Zeit in Spanien. Der 49 Jahre alte Katalane gewann die Königsklasse zweimal als Trainer mit seinem Heimatverein FC Barcelona (2009, 2011).

Uefa-Strafe gegen Manchester City erhöht Wahrscheinlichkeit eines Sané-Transfer

Mit den Bayern zog er dreimal in Folge immerhin ins Halbfinale ein. Immer wieder halten Real-Madrid-nahe Medien in Spanien dem einstigen Bundesliga-Coach vor, er würde das Geld in der Premier League nur so verbrennen.

Besitzer von Manchester City: Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan (Mi.).

 

Die Investitionsfreude des von Scheich Mansour aus den Vereinigten Arabischen Emiraten subventionierten Klubs hat sich nun offenbar gerächt.

Womöglich auch mit Folgen für den deutschen Rekordmeister. Der Verkaufsdruck bei ManCity steigt durch dieses Urteil freilich weiter - was einen Wechsel von Sané zum FC Bayern noch wahrscheinlicher macht.

Rubriklistenbild: © dpa / Nick Potts

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