Thema Lärmschutz

Ruhe ab 22 Uhr? Ministerium bringt Public-Viewing-Regel für EM 2020 auf den Weg

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Für die EM sollen die Lärmschutzregeln bei öffentlichen Freiluftübertragungen gelockert werden. Foto: Paul Weidenbaum/dpa

Zur Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer soll in Deutschland wieder Public Viewing bis in den späten Abend möglich sein - auch wenn es dabei ein wenig lauter zugeht.

Berlin - Das Bundesumweltministerium hat wie vor den anderen großen Turnieren der vergangenen Jahre eine Lockerung der Lärmschutzregeln auf den Weg gebracht. Freiluft-Übertragungen der EM-Spiele auf Großleinwänden können damit während des Turniers auch nach 22.00 Uhr erlaubt werden - über den Einzelfall entscheiden aber die Kommunen.

Die multinationale EM findet vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf verschiedenen Ländern statt; auch in der Münchner Allianz Arena werden Spiele stattfinden. Die Bundesländer müssen der Verordnung im Bundesrat zustimmen, damit sie in Kraft tritt.

Public Viewing in Deutschland: Wieder Ausnahmeregel zur EM

Die Behörden vor Ort hätten das öffentliche Interesse an der Übertragung der Spiele gegen das Lärm-Schutzbedürfnis der Nachbarschaft abzuwägen, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums der Deutschen Presse-Agentur. 

So sei es zum Beispiel möglich, den Beginn der Nachtzeit, für die strengere Lärmgrenzen gelten, nach hinten zu verschieben. Für die EM gehe man davon aus, dass ein Spiel mit Anstoß um 21.00 Uhr auch mit Verlängerung und Elfmeterschießen bis 24.00 Uhr zu Ende sein sollte.

Lärmschutz in Deutschland: Normalerweise Ruhe ab 22 Uhr - Ausnahmen haben sich bewährt

Normalerweise ist ab 22.00 Uhr nur Lärm bis zu 55 Dezibel erlaubt. Weil diese Grenze beim öffentlichen Fußballgucken auf Fanmeilen und in Biergärten meist überschritten wird, gibt es seit der Fußball-WM 2006 in Deutschland bei großen Turnieren immer wieder Ausnahmeregelungen. Das habe sich bisher bewährt, sagte der Sprecher.

Den offiziellen Spielplan der EM 2020 finden Sie hier. In München haben die Einsatzkräfte auch schon den "Ernstfall" geprobt, wie Merkur.de* berichtete.

dpa/fn

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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