Zwanziger will Vernehmung - Bin Hammam unter Druck

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Ich kann nur sagen, dass ich alle Vorwürfe bestreite und dabei bleibe, dass ich während des Kongress in Trinidad nichts Falsches getan habe“, so Bin Hammam in einer ersten Stellungnahme.

London - Mohamed Bin Hammam soll 25 Funktionäre mit 40.000 Dollar Schmiergeld bestochen haben. Bin Hammam bestreitet alle Vorwürfe. DFB-Präsident Theo Zwanziger will eine Vernehmung der Exekutivmitglieder.

Der suspendierte FIFA-Funktionär Mohamed Bin Hammam soll im Wahlkampf um das Präsidentenamt des Fußball-Weltverbandes versucht haben diverse Funktionäre zu bestechen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der FIFA-Ethikkommission, der der britischen Press Association vorliegen soll. Demnach seien die Beweise gegenüber Hammam und seinem Komplizen, dem ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner, eindeutig. Bin Hammam wird vorgeworfen 25 Funktionäre mit 40.000 Dollar Schmiergeldern bestochen zu haben. Der Fußball-Verband von Puerto Rico hatte bestätigt, Geld erhalten zu haben. „Ich kann nur sagen, dass ich alle Vorwürfe bestreite und dabei bleibe, dass ich während des Kongress in Trinidad nichts Falsches getan habe“, so Bin Hammam in einer ersten Stellungnahme.

Alle Weltfußballer seit 1982

2013: Cristiano Ronaldo (Portugal) © AFP
2012 Lionel Messi (Argentinien)
2012 Lionel Messi (Argentinien) © AP
2011 Lionel Messi (Argentinien)
2011 Lionel Messi (Argentinien) © dpa
2010 Lionel Messi (Argentinien)
2010 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2009 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2008 Cristiano Ronaldo (Portugal) © Getty
2007 Kaka (Brasilien) © Getty
2006 Fabio Cannavaro (Italien) © Getty
2005 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2004 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2003 Ronaldo (Brasilien) © Getty
2002 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
2001 Luis Figo (Portugal) © Getty
2000 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1999 Rivaldo (Brasilien) © Getty
1998 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1997 Ronaldo (Brasilien) © Getty
1996 Ronaldo (Braslien) © Getty
1995 George Weah (Liberia) © Getty
1994 Romario (Brasilien) © Getty
1993 Roberto Baggio (Italien) © Getty
1992 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1991 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1990 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1989 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1988 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1987 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1986 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1985 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1984 Diego Maradona (Argentinien) © Getty
1983 Zico (Brasilien) © Getty
1982 Paolo Rossi (Italien) © Getty

Die Ethikkommission der FIFA hatte Bin Hammam und Warner, Präsident der CONCACAF-Konföderation (Nord- und Mittelamerika und Karibik), wegen der Verstöße gegen den FIFA-Ethikcode suspendiert. Warner war am vergangenen Montag von seinen Ämtern im Weltverband zurückgetreten. Daraufhin hatte die FIFA bekannt gegeben, dass durch den Rücktritt alle von der Ethikkommission zuletzt gegen Warner eingeleiteten Verfahren geschlossen werden und somit die Unschuldsvermutung bestehen bleibt.

Zwanziger für Vernehmung der Exekutivmitglieder

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe beim Fußball-Weltverband FIFA für eine Vernehmung der Exekutivmitglieder im Zusammenhang der WM-Vergabe 2022 an Katar ausgesprochen. „Letztlich müssen alle Exekutivmitglieder, die an der Abstimmung teilgenommen haben, gegebenfalls auch durch unabhängige Personen befragt werden, ob solche Verdachtsmomente tatsächlich berechtigt sein könnten“, sagte Zwanziger der Bild-Zeitung.

Der Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird am Freitag dem DFB-Präsidium einen Fünf-Punkte-Plan zur Korruptionsbekämpfung in der FIFA vorstellen. „Das Thema WM-Vergabe an Katar steht in dem Fünf-Punkte-Plan ganz oben. Auslöser für mich war unter anderem auch die Aussage von FIFA-Generalsekretär Valcke, der bekanntlich in einer Email andeutete, Katar habe die WM möglicherweise gekauft. Es wäre unerträglich für jeden Fußball-Fan, wenn eine solche Entscheidung dauerhaft unter einem Korruptionsverdacht stünde, der nicht ausgeräumt wird“, meinte Zwanziger.

Der Jurist fügte mit Blick auf eine mögliche Befragung der Exekutivmitglieder an: „Im deutschen Recht gibt es für solche Verfahren auch das Mittel der Eidesstattlichen Versicherung. Wahlentscheidungen, deren Ergebnis durch zweifelhafte Stimmen zustande gekommen sein kann, sind auf dieser Rechtsgrundlage dann nichtig.“

sid

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