Dzeko in Manchester offiziell vorgestellt

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Edin Dzeko mit seinem neuen Coach Roberto Mancini

Manchester - Bundesligatorschützenkönig Edin Dzeko ist am Dienstag offiziell bei seinem neuen Verein Manchester City vorgestellt worden.

Als Edin Dzeko im Blitzlichtgewitter das hellblaue Trikot mit der Nummer 10 in die Höhe hielt, war der teuerste Spieler der Bundesligageschichte endgültig reif für die Insel. Monatelang hatten die Wechselabsichten des Torschützenkönigs bei seinem ehemaligen Verein VfL Wolfsburg für Unruhe gesorgt, jetzt will der bosnische Nationalstürmer Manchester City in der englischen Premier League zum ersten Titel seit mehr als 40 Jahren schießen.

„Es ist ein Traum, in der besten Liga der Welt um den Titel zu spielen. Es ist unglaublich, hier zu sein“, sagte Dzeko bei seiner Vorstellung vor etwa 100 Medienvertretern auf dem Trainingsgelände der Citizens: „Es ist ein großer Verein mit einem großen Namen. Aber ich habe keinen Druck. Ich weiß, was ich kann.“

Was von dem 24 Jahre alten Stürmer bei der Millionentruppe erwartet wird ist klar: Er soll City zum ersten Meistertitel seit 1968 schießen. Immerhin hat sich Klub-Besitzer Scheich Mansour bin Zayed Al-Nahyan den neuen Star dem Vernehmen nach 34 Millionen Euro kosten lassen - das ist Rekord für einen Spieler aus der Bundesliga.

„Ich hoffe, dass Edin den Unterschied zwischen Platz eins und Platz zwei ausmacht“, sagte City-Trainer Roberto Mancini: „Wenn jemand in Deutschland seinen Durchbruch schafft, ist er auch stark genug für die Premier League.“

Bereits vor dem ersten Pflichtspiel wird in Manchester vom „Dzeko-Effekt“ gesprochen. Seit der Bekanntgabe der Vertragsunterzeichnung am vergangenen Freitag hat der Klub nach eigenen Angaben mehr als doppelt so viele Karten wie erwartet für dessen voraussichtliches Debüt gegen die Wolverhampton Wanderers am 15. Januar verkauft.

Entspannt und fröhlich zeigte sich Dzeko bei seiner Präsentation. Geduldig beantwortete er auch nach der offiziellen Runde alle Fragen. Zumindest bei seiner Vorstellung wurde er von der unbarmherzigen englischen Presse positiv ausfgenommen, auch weil sein Englisch um einiges besser war als das seines Trainers.

So prallte auch die am Montag geäußerte Kritik von Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß an ihm ab; das Kapitel Bundesliga ist für den 2007 von FK Teplice nach Wolfsburg gewechselten Bosnier endgültig beendet.

„Ich hatte tolle dreieinhalb Jahre in Wolfsburg und wir hatten mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft großen Erfolg“, sagte er: „Ich war sehr glücklich, aber ich wollte mich verändern und eine neue Herausforderung.“

Schon vor seiner offiziellen Vorstellung hatte Dzeko, dem die englischen Medien den Spitznamen „Ed“ gaben, bereits mit großen Augen das Klubgelände kennengelernt und erste Trainingseinheiten mit seinen neuen Teamkameraden absolviert.

Beim Starensemble mit Größen wie Carlos Tevez, Emmanuel Adebayor und Patrick Viera trifft er auch auf die Ex-Hamburger Jerome Boateng, Vincent Kompany und Nigel de Jong. Seinen Spind bezog Dzeko neben dem spanischen Welt- und Europameister David Silva.

In England erwartet Dezeko nicht nur ein Gerangel um einen Stammplatz, sondern vor allem der Titelkampf mit dem Lokalrivalen Manchester United. Dessen Fans brachte er bei der Präsentation bereits gegen sich auf. „Ich habe gehört, dass es in Manchester mehr Fans von City als von United gibt“, sagte Dzeko.

Die gewagte These wurde von den anwesenden Journalisten zwar nur mit Gelächter quittiert, im Internet sorgte sie bei den Fans des englischen Rekordmeisters allerdings für erste Beschimpfungen.

sid

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