Zukunft weiterhin offen

Sebastian Vettel: Formel-1-Wechsel zu Alpha Tauri? Plötzlich ist auch eine andere Option wieder heiß

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel winkt seinen Fans zu.
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Sebastian Vettel: Wie geht es für den Ferrari-Piloten in der Formel 1 weiter?

Sebastian Vettel hat nach wie vor kein Formel-1-Cockpit für 2021. Sky-Experte Ralf Schumacher bringt Alpha Tauri ins Spiel - aber auch eine andere Option lebt noch.

  • Sebastian Vettel* steht nach wie vor vor einer unsicheren Zukunft.
  • Sky-Experte Ralf Schumacher bringt nun eine neue Option ins Spiel.
  • Kommt es zum Hammer-Wechsel in der Formel 1? Doch auch eine „alte Liebe“ könnte Vettel zurücknehmen.

Update vom 2. August, 11.42 Uhr: Die sportliche Zukunft von Sebastian Vettel ist weiter offen. Zuletzt wurde über ein künftiges Engagement des Deutschen bei Alpha Tauri spekuliert, der zweite Formel-1-Rennstall von Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz.

Doch offenbar ist auch eine Rückholaktion Vettels zu seinem ehemaligen Team noch nicht ganz vom Tisch. Für den viermaligen Weltmeister soll sein früherer Arbeitgeber Red Bull das absolute Wunschteam sein. Wie Sport1 erfahren haben will, steht die dortige Nummer zwei unter den Fahrern auf dem Prüfstand.

Formel 1: Zweifel an Albon wachsen bei Red Bull - doch er hat prominente Fürsprecher

Die bisher schwachen Leistungen von Alexander Albon sorgen bei Red Bull für Sorgenfalten. Der in London geborene Brite besitzt aufgrund der Herkunft seiner Mutter auch einen thailändischen Pass und fährt offiziell für deren Heimatland. Da 51 Prozent der Anteile von Red Bull einer Familie aus Thailand gehören, hat Albon prominente Fürsprecher auf seiner Seite.

Trotzdem sollte Albon langsam liefern, will er seinen Platz im Red-Bull-Cockpit behalten. Ewig werden sich die Verantwortlichen seine schwankenden Performances nicht anschauen, dann dürfte auch der thailändische Pass Albon nicht vor der Degradierung retten. Vettel wird die Entwicklung bei seiner „alten Liebe“ sicher genau im Auge behalten.

Formel 1: Sebastian Vettel will bei Entscheidung über seine Zukunft nichts überstürzen

Update vom 30. Juli, 19.16 Uhr: Sebastian Vettel will sich bei der Entscheidung über seine Zukunft in der Formel 1 in Geduld üben. „Es ist realistisch, geduldig zu sein und abzuwarten. Es könnte ein paar Wochen dauern oder aber auch länger. Es hat sich nichts geändert“, sagte der Ferrari-Pilot im Vorfeld des Grand Prix in Silverstone: „Ich will mich richtig entscheiden, ich habe keine Eile.“

Dies habe für ihn auch praktische Gründe: „Es ist eine aufregende Zeit. Ich will sicher sein, dass ich das richtig mache. Gute Dinge sollten nicht überhastet werden.“ Zudem scheint er nicht nur auf ein Pferd zu setzen: „Es ergeben sich immer neue Möglichkeiten.“

Die Zielsetzung des viermaligen Weltmeisters ist klar. „Wenn ich bleibe, will ich gewinnen“, sagte der 33-Jährige: „Und wir wissen alle, in welchem Auto man im Moment dafür sitzen muss.“ Da der auch 2020 dominierende Mercedes allerdings „vermutlich keine Option“ sei, müsse er versuchen, „etwas Ähnliches zu finden“.

Update vom 30. Juli, 12.50 Uhr: Die Pläne zwischen Sebastian Vettel und einem absoluten Außenseiter für die Saison 2021 könnten sich nun sehr schnell konkretisieren. Der Auslöser dafür ist das Interview eines ehemaligen Weggefährten von Vettel. Red Bulls Markensportkonsulent Helmut Marko bezog aktuell Stellung zu Alpha Tauri. Im Zuge der Anschuldigungen von Renault gegen Racing Point und dem daraus entstandenen „Copygate“ sieht Marko eine Chance für Alpha Tauri: Wenn der Protest gegen Racing Point abgewiesen wurde, hofft auch Red Bull nächste Saison, mit vier gleichwertigen Autos fahren zu können. Eindeutige Aussage - und ein Fingerzeig für Vettel?

Im Interview mit der Kronen-Zeitung sprach Marko bereits über die nächste Saison: „Dann machen wir das mit Alpha Tauri auch und sparen damit noch dazu Geld. Wir hätten halt dann quasi vier Red Bulls.“ Hinzu kommt: Sebastian Vettel fuhr 2008 bei Toro Rosso, dem damaligen Ableger von Red Bull. Mit einem gleichwertigen Red Bull-Wagen könnte der viermalige Weltmeister nächste Saison einen Angriff auf die Dominanz der Mercedes-Fahrer starten.

Im Video: Sebastian Vettels bisherige Stationen in der Formel 1

Sebastian Vettel: Quo Vadis? Der Formel 1-Fahrer mit mehreren Optionen für die nächste Saison

Erstmeldung vom 25. Juli: Heppenheim - Die Formel 1* fährt endlich wieder, die neue Saison ist gerade drei Rennen jung. Und doch gibt es schon unglaublich viel Gesprächsstoff in der Königsklasse des Motorsports. Im Zentrum: Sebastian Vettel*. Der Ferrari-Pilot hat für die neue Saison noch kein neues Cockpit, die Scuderia macht es ihm mit einem trägen Auto gerade auch nicht unbedingt leicht. Trotzdem, das betont der einstige Weltmeister* immer wieder, hat er noch richtig Lust auf die Formel 1*.

Die Frage ist: In welchem Auto kann er nochmal glänzen? Zuletzt war immer wieder über einen Wechsel zu Racing Point* (ab 2021 Aston Martin) spekuliert worden. Die Vettel-Zukunft galt sogar schon als gesichert, er selbst dementierte aber die hartnäckigen Gerüchte. Nun nennt Sky-Experte Ralf Schumacher eine weitere Option. Die hört sich zunächst unglaublich abenteuerlich an - letztlich macht sie aber doch Sinn.

Formel 1: Ralf Schumacher sieht Vettel bei Alpha Tauri statt bei Aston Martin

Schumacher brachte in einem Sky-Interview Alpha Tauri* ins Spiel. Vettel hatte dort seine Karriere begonnen, damals hieß das Junior-Team von Red Bull noch Toro Rosso. Anschließend wechselte er zu Red Bull und entwickelte sich zum Champion. Kehrt er nun zu seinen Ursprüngen zurück? Schumacher spekulierte: „Wir wissen ja, Sebastian hat da angefangen, Franz Tost ist ein großer Fan, so auch Dr. Marko. Vielleicht entwickelt sich da auch noch was.“

Für Schumacher müsste für einen solchen Sensations-Wechsel aber zunächst ein anderes Thema geklärt sein: Racing Point und die Mercedes-Kopie-Vorwürfe von Konkurrent Renault. „Abhängig von der Causa Racing Point, angebliche Kopie oder nicht - wenn das nicht so sein sollte und gewisse Dinge mehr erlaubt sind, könnte ich mir auch vorstellen, dass Red Bull im nächsten Jahr anders agieren wird und auch vier ebenbürtige Autos an den Start bringen kann“, meinte Schumacher. Red Bull und Schwester-Team Alpha Tauri in gleich schnellen Boliden? Spannend! Denn aktuell sind es nur die Bullen, die Mercedes annähernd folgen können.

Sebastian Vettel: Zukunft in der Formel 1? Wechsel nach wie vor möglich

Wenn man diesen Gedanken weiter strickt, bringt er noch einen Vorteil mit sich: Verstappen und Vettel im selben Team? Der Niederländer hatte zuletzt betont, dass er sich den Deutschen an seiner Seite vorstellen könnte. Doch zwei Leader-Typen nebeneinander - das bedeutet in der Formel 1, die im Oktober übrigens nach Deutschland zurückkehrt, eigentlich immer Ärger. Mit Alpha Tauri könnte man dieses Hindernis geschickt umgehen.

So oder so: Schumacher ist sich sicher - ohne mit Vettel selbst gesprochen zu haben - dass man ihn in der kommenden Saison in der Formel 1 sieht. Gleichzeitig stellt er nochmal das eigentlich heißere Gerücht heraus: „Klar, Racing Point/Aston Martin ist eine Riesen-Option.“

Derweil hat in Monaco ein anderer ehemaliger deutscher F1-Fahrer seinen sündhaft teuren Wagen zerschrottet. Der Wert des Boliden: Über 1 Millionen Euro. Vor dem GP-Wochenende in Silverstone musste ein Fahrer infolge eines Corona-Tests isoliert werden. Platzt jetzt die Vollgas-Blase? Helmut Marko von Red Bull erläutert uns die Sicherheitsvorkehrungen. (akl) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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