„So wenige Fehler wie möglich machen“

Ralf Schumacher mit düsterer Prognose für Micks Debütsaison in der Formel 1

Mick Schumacher
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Mick Schumacher bei der Saisonvorbereitung in Bahrain.

Noch nie hat ein Formel-1-Rookie so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Mick Schumacher. Sein Onkel Ralf bremst nun die Erwartungen an den 22-Jährigen.

Bahrain - Die Vorbereitungen für die kommende Formel-1-Saison laufen auf Hochtouren. Die Boliden werden neu abgestimmt, letzte technische Änderungen vorgenommen, die Rennstrategie besprochen, bevor am kommenden Sonntag das Premierenrennen der Saison stattfindet. Zum ersten Mal mit dabei: Mick Schumacher, Rookie-Fahrer im US-amerikanischen Haas-Team. Für den 22-Jährigen ist die kommende Saison die erste im Formel-1-Cockpit, trotzdem sind alle Scheinwerfer auf ihn gerichtet. Im Interview mit Sport1 bremst sein Onkel Ralf die Erwartungshaltung an seine erste Saison.

Mick Schumacher könne nur „so wenige Fehler wie möglich machen“

Es besteht kein Zweifel darin, dass Mick Schumacher ein Top-Talent hinter dem Steuer ist. Die Formel-3-Meisterschaft 2018 und Formel-2-Titel 2020 unterstreichen die Klasse des 22-Jährigen. Direkt an die Erfolge anknüpfen werde Mick Schumacher jedoch nicht. Das prophezeit sein Onkel Ralf im Sport1-Interview. „[Wir] sollten wir alle nicht zu viel erwarten“, gibt der ehemalige Formel-1-Pilot zu bedenken. Für Mick sei seine Debütsaison ein „reines Lehrjahr“, in dem er sich vor allem gegen seinen Teamkollegen Nikita Mazepin durchsetzen müsse, so Ralf Schumacher. „Mick kann nur eins machen: so wenig Fehler wie möglich [...]“, betont er.

Das Haas-Team, das Mick Schumacher unter Vertrag nahm, beendete die vergangene Formel-1-Saison auf dem vorletzten Rang in der Konstrukteurswertung. Zwar verbaute der Rennstall einen neuen Ferrari-Motor in die Boliden, doch der Fokus des Haas-Teams liegt auf der Saison 2022, in der Regeländerungen erwartet werden. Entsprechend düster sieht Ralf Schumachers Prognose für seinen Neffen aus. Er vermute, dass „Haas erst mal hinten sein [wird]“, auch weil sich die Konkurrenz verbesserte. Der sechsmalige Formel-1-Grand-Prix-Sieger sieht die direkten Mitbewerber Alfa Romeo und Williams vor Haas.

Es könnte also gut sein, dass sich Mick Schumacher in seiner Premierensaison im hinteren Teilnehmerfeld einordnen muss. Eigentlich nichts ungewöhnliches für einen Formel-1-Rookie, doch mit seinem Nachnamen schürt Mick eine Erwartungshaltung, die zuletzt auch Mercedes-Boss Toto Wolff einzudämmen versuchte.

Toto Wolff über Mick Schumacher: „Man muss ihm Zeit lassen“

Mercedes Team-Chef Toto Wolff schlägt in dieselbe Kerbe wie Ralf Schumacher. In seiner Premierensaison solle der Erwartungsdruck auf Mick Schumacher nicht zu hoch sein.  „Er hat bei den Testfahrten ein ordentliches Debüt hingelegt. Aber man muss ihm Zeit lassen, sich zu entwickeln“, sagte der Österreicher vom Weltmeisterteam in der Bild am Sonntag. Wie Ralf Schumacher sieht Toto Wolff die Rookie-Saison als „Lehrjahr“. „Wir sollten ihn einfach erstmal fahren lassen“, rät Wolff. Angesichts Mick Schumachers Talent kein schlechter Vorschlag. (jjf/SID)

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