Wirbel um den Formel-1-Debütanten

Wilde Verschwörungstheorie! Mick Schumacher soll betrogen haben - sein Ex-Chef wird jetzt deutlich

Auch 2018 bei seinem Formel-3-Titel ging Mick für Prema an den Start.
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Auch 2018 bei seinem Formel-3-Titel ging Mick für Prema an den Start.

Um einen Titel von Mick Schumacher wird bis heute diskutiert, ein ehemaliger Teamchef bezog nun Stellung zu den Vorwürfen in Richtung des Haas-Piloten.

Gland - Von 2016 bis 2020 machte Mick Schumacher im Team Prema seine ersten Schritte im Formelsport und feierte schon als Nachwuchs-Fahrer erste Triumphe. Vor seinem Formel-2-Sieg 2020 holte der Sohn der Motorsport-Legende Michael Schumacher zwei Jahre zuvor den Sieg bei der Formel-3-Europameisterschaft. Bis heute behaupten böse Zungen, dass es beim ersten Titel von Schumi-Junior nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sei. Nun stellte sich Micks ehemaliger Vorgesetzter hinter den Formel-1-Debütanten.

Formel 1: Wieder Wirbel um Mick Schumacher - es geht um einen frühen Titelgewinn des Schumi-Sohns

Nach einem recht schwachen Start in die Formel-3-Saison konnte Mick in der letzten Saisonhälfte acht Rennen gewinnen, was den Nährboden für viel Missgunst, aber auch verschiedenste Verschwörungstheorien lieferte. Auch sein Konkurrent Daniel Ticktum äußerte sich damals recht eindeutig zum Lauf seines Widersachers. „Leider kämpfe ich eine Schlacht, die ich nicht gewinnen kann, da mein Nachname nicht Schumacher ist“, meinte der Brite etwa damals.

Der Vorwurf lautet bis heute also, dass bei Schumacher aufgrund seines berühmten Namens gemogelt wurde. Und das, obwohl es bis heute keine stichhaltigen Beweise dafür gibt. Vor einigen Wochen war es Franz Tost, Teamchef von AlphaTauri, der mit Argumenten gegen die Betrugsvorwürfe vorging. Ein zweiter Wegbegleiter Mick Schumachers tat es ihm nun gleich.

Mick Schumacher gewann für das Prema Powerteam im Jahr 2018 den Formel-3-Titel.

Sein damaliger Teamchef René Rosin sprach gegenüber dem Magazin GP Racing Klartext, er hielt die Kommentare von Ticktum für „nicht angemessen“ und stärkte Mick den Rücken. „Wenn jemand die Legalität des Autos oder des Motors angezweifelt hat, dann hätten sie gegen alles mögliche protestieren können. Aber das hat niemand getan“, erinnert er sich.

Formel-1-Star Mick Schumacher: Ex-Teamchef überzeugte ihn mit Psycho-Kniff

Die Leistungssteigerung zum Ende der Saison erklärt sich Rosin mit einem psychologischen Kniff, den er beim talentierten Nachwuchs-Piloten anwendete. „Er kämpfte immer um Spitzenplätze, aber er brachte nie das Ergebnis nach Hause, das er brauchte“, meint Rosin. „Wir haben ihm gesagt: ‚Mick, geh es einfach Rennen für Rennen an, denk nicht an die Meisterschaft. Wenn du an die Meisterschaft denkst, dann wird es härter.‘“

Und tatsächlich setzte Schumacher nach dem Gespräch zur Titeljagd an. „Den Titel haben wir gewonnen, weil Mick und das Team einen großartigen Job gemacht haben“, meint sein Ex-Boss über den 22-Jährigen, der am vergangenen Sonntag erstmals in der Königsklasse an den Start ging. (ajr)

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