Zu Schumis Karrierebeginn

Pakt gegen Michael Schumacher? Ex-Konkurrent mit irrem Geständnis - „Haben uns gleich verbündet“

Gerhard Berger (Mitte) und Michael Schumacher (l.) im Jahr 1997.
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Gerhard Berger (Mitte) und Michael Schumacher (l.) im Jahr 1997.

Michael Schumacher war schon zu Beginn seiner Karriere gefürchtet. Ein ehemaliger Fahrer verriet nun, wie er sich mit seinem Kollegen gegen Schumi verbündete.

München - Als Michael Schumacher als junger Fahrer im Jahr 1991 in der Formel 1 debütierte, fand er sich in einem harten Konkurrenzkampf wieder. Als aufstrebender Pilot war Schumacher nicht besonders beliebt bei den tonangebenden Rennfahrern, wie sein ehemaliger Widersacher Gerhard Berger berichtet. Der Österreicher erzählte auch von einem Pakt gegen das damalige Talent.

Formel 1: Ehemaliger Schumacher-Konkurrent mit hartem Geständnis - „Konnten uns überhaupt nicht ausstehen“

Anfang der Neunzigerjahre waren Gerhard Berger und der Brasilianer Ayrton Senna für McLaren im Einsatz und sahen in Schumacher sofort eine Gefahr. „Michael und ich konnten uns am Anfang überhaupt nicht ausstehen“, meinte Berger gegenüber der Auto Revue. Der heutige DTM-Boss war zum Karrierestart des siebenfachen Weltmeisters bereits sieben Jahre in der Formel 1 aktiv und damit ein echter Routinier.

Aus der gemeinsamen Ablehnung gegen Schumi entstand eine Allianz, so schloss sich Berger mit Ayrton Senna, der im Jahr 1994 bei einem tödliche Unfall während eines Formel-1-Rennens verstarb, zusammen. „Das war vielleicht ein bisschen dem geschuldet, dass Senna – damals mein Teamkollege – auch ein Problem mit ihm hatte. Wir haben uns gleich verbündet“, erinnert sich der 61-Jährige. „Aber vielleicht war das alles nur Instinkt, der uns sagte: Da kommt jetzt ein wirklich unangenehmer Kerl, ein richtig guter. Da schauen wir gleich mal, wie wir den Burschen in Schach halten“, gesteht er dreißig Jahre später.

Formel 1: Gerhard Berger über Mick Schumacher: „Sehr viel geschliffener“ als sein Vater

Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus der sportlichen Rivalität ein entspanntes Verhältnis zwischen dem Tiroler und dem Hürther. „Wir wurden dann im Lauf der Zeit noch richtig gute Freunde und ich kann nur Gutes sagen. Aber er war natürlich im Rennauto und im Rennsport ein unangenehmer Gegner“, so der zweifache WM-Dritte. Heute verfolgt Berger mit Spannung die Entwicklung von Mick Schumacher und fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt.

Gerhard Berger und Mick Schumacher am Nürburgring 2018.

„Immer wenn ich Mick sehe, denke ich an Michael. Die beiden haben sehr viel Ähnlichkeit. Im Gang, in der Körpersprache und in der Aussage“, meint der zehnfache Grand-Prix-Sieger. Ein Unterschied ist für ihn jedoch nicht zu übersehen: „Michael war vielleicht noch der Aggressivere im Umgang. Der Mick ist schon sehr viel geschliffener. Ich will das nicht positiv oder negativ werten. Da sieht man halt, der Michael war schon als ungeschliffener Diamant komplett“. Ob Mick den „guten ersten Eindruck“, den ihm Berger attestiert, weiterhin bestätigen kann, wird sich am kommenden Rennwochenende im Aserbaidschan zeigen. (ajr)

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