Keine Infos über Motorsport-Legende

Formel-1-Experte spricht über Zustand von Michael Schumacher und Rennfahrer-Zukunft von Sohn Mick

Von Michael Schumacher gibt es seit Jahren keine Neuigkeiten. Nur Spekulationen über seinen Gesundheitszustand. Daran wagt sich nun ein langjähriger Weggefährte, der sich auch zu Mick äußert.

  • Über Michael Schumachers Gesundheitszustand gibt es seit seinem schweren Skiunfall keine gesicherten Informationen.
  • Ein langjähriger Weggefährte schließt daraus nichts Gutes.
  • Dafür ist er davon überzeugt, dass Mick Schumacher bald in der Formel 1 fahren wird.

München - Nach und nach purzeln sie, die Rekorde von Michael Schumacher. Den Status des Fahrers mit den meisten Siegen bei Formel-1-Rennen hat ihm der neue Dominator Lewis Hamilton bereits auf dem Nürburgring streitig gemacht. Am Ende dieser wegen der Corona-Pandemie extrem gestauchten Saison wird der Mercedes-Pilot den Kerpener auch in Sachen Weltmeistertitel mit dann sieben eingeholt haben. Das ist so sicher, wie was Schwenken der schwarz-weiß-karierten Flagge am Ende jedes Grand Prix.

Doch vielen Schumi-Fans dürfte herzlich egal sein, wie viele Rekorde Hamilton ihrem Idol noch entreißen wird - sie treibt vor allem um, wie es dem 51-Jährigen knapp sieben Jahre nach seinem folgenschweren Skiunfall in den französischen Alpen geht. Die Familie hält sich mit Informationen zurück, gibt keinerlei Updates.

Kleiner Plausch vor der Kamera: Kai Ebel (r.) bat Michael Schumacher regelmäßig zu Interviews.

Michael Schumacher: Weggefährte Ebel äußert Bedenken über Zustand des Rekordweltmeisters

Genau das ist es, was einem langjährigen Weggefährten Sorgen bereitet. Kai Ebel, der für RTL seit Anfang der 1990er Jahre in den Boxengassen dieser Welt auf Interviewfang geht, mutmaßt wegen dieses Mangels an Informationen, dass der zweifache Familienvater keine großen Fortschritte machen dürfte.

Auf die von Moderator Thomas Wagner in der Bild-Webshow „Stadt Land Bild“ gestellte Frage, wie es Schumacher gehe, antwortete der passionierte Hemdträger: „Ich würde eher sagen nicht so gut. Denn wenn es ihm wirklich gut ginge oder es würde signifikante Schritte nach vorne geben, dann würden wir etwas hören. Dann gäbe es ja keinen Grund, das nicht zu vermelden.“

Nun wirkt es nicht unbedingt so, als hätte Ebel tiefere Einblicke in das derzeitige Leben Schumachers, doch seine Schlussfolgerungen klingen zumindest plausibel. „Das heißt für mich, es gibt zu den damaligen Ausführungen nichts Neues, leider leider keine Entwicklung, sodass da einfach nur Hoffen bleibt. Denn sonst hätten wir was gehört, gesehen, gemerkt“, ergänzt der 56-Jährige, der die Motorsport-Legende zigmal ans Mikro bekam.

Wie geht es ihm? Über den Zustand von Michael Schumacher dringt kaum etwas nach draußen.

Mick Schumacher: Ebel sieht derzeitigen F2-Leader bald in der Formel 1

Die Entwicklung eines anderen Schumachers kann die Öffentlichkeit dagegen sehr genau verfolgen. Mick, 21-jähriger Sohn des Rekordweltmeisters, strebt mit großen Schritten in Richtung Formel 1, um dort dem derzeit einzigen deutschen Stammfahrer Sebastian Vettel ab 2021 Gesellschaft zu leisten. Immer wieder wird über ein Engagement bei Alfa Romeo spekuliert - für das Team hätte der Formel-3-Champion von 2018 bereits auf dem Nürburgring ein Freies Training bestreiten sollen, doch dieses fiel dem widrigen Wetter zum Opfer.

Und dann wäre da auch noch Haas als Option – hier werden nach der laufenden Saison beide Cockpits frei. Ebel ist sich sicher, dass auch Schumi junior F1-Rennen bestreiten wird: „Definitiv wird er reinkommen, das ist klar. Dann ist die Frage, wie behauptet er sich.“

Auf dem besten Weh in die Formel 1: Mick Schumacher beweist aufsteigende Form.

Mick Schumacher: Lob für „sehr gute Lernkurve“ - 22 Punkt Vorsprung in der Formel 2

Zugleich bremst er überbordende Erwartungen: „Das ist kein Geheimnis, dass er nicht exakt seinem Vater entspricht. Es kommt jetzt kein neuer Senna, kein neuer Max Verstappen, aber es kommt ein sehr guter Fahrer, der eine sehr gute Lernkurve hat.“ Das beweist Mick Schumacher, der Teil der Ferrari Driver Academy ist, auch in seiner zweiten Formel-2-Saison. Trotz eines Stotterstarts mit drei Nullnummern und auch nur einem Podestplatz in den ersten neun Läufen führt er vor den beiden abschließenden Rennwochenenden Ende November und Anfang Dezember in Bahrain die Fahrerwertung mit 22 Punkten Vorsprung an.

Das macht auch Ebel Mut, der weiter urteilt: „Er braucht definitiv länger als sein Vater, wenn man den unfairen Vergleich heranziehen darf. Aber dennoch geht es immer vorwärts und deswegen wird der auch seinen Weg gehen, das sehen wir jetzt in der Formel 2 ja auch.“ (mg)

Rubriklistenbild: © Valdrin Xhemaj/dpa

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