Zusammen mit dem „Idol“

Deutsche Motorsport-Legende hat Michael Schumacher getroffen - „Das war so eine geile Geste“

Michael Schumacher im Jahr 2012.
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Michael Schumacher im Jahr 2012.

Michael Schumacher ist eine der größten Ikonen des Motorsports. Ein deutscher Weltmeister erinnert sich nun an ganz besondere Begegnungen.

München - Jeder Motorsport-Fan hat sie: seine ganz persönlichen Momente mit Michael Schumacher. Er bestimmte über Jahre hinweg das Geschehen in der Formel 1, der Mythos lebt auch noch 17 Jahre nach dem letzten Schumi-Titel.

In diesen Tagen noch mehr, denn: Mick Schumacher hat kürzlich sein Formel-1-Debüt gefeiert. Der Sohn von Michael war in Bahrain zum ersten Mal im Haas unterwegs. Natürlich interessiert sich auch Stefan Bradl für die Königsklasse auf vier Rädern - der 31-Jährige ist einer der bekanntesten deutschen Motorrad-Fahrer, 2011 wurde er in der Moto2-Klasse Weltmeister. Seit 2012 fährt er MotoGP, aktuell beim Repsol-Honda-Team.

Michael Schumacher: Stefan Bradl erinnert sich an Treffen

Im Podcast „ran racing“ packte Bradl nun über seine Karriere aus. Und zum Thema „ganz persönliche Momente mit Michael Schumacher“ hatte er besondere Anekdoten parat. Was der gelegentliche Formel-1-Zuschauer vielleicht schon vergessen hat: Ja, Michael Schumacher hat auch eine Motorrad-Vergangenheit. Er nahm unter anderem an der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft 2008 teil. Bradl erinnerte sich an gemeinsame Testfahrten in diesem Jahr.

„Ich bin ihm auf der Rennstrecke hinterhergefahren“, sagt der gebürtige Augsburger im Motorsport-Podcast. Und fügt dann ganz unverblümt an: „Ich habe mir für ihn in die Hose geschissen, weil ich mir gedacht habe: Da fährt Michael Schumacher, das ist meine Lebens-Ikone, mein Idol sondersgleichen. Ich habe irgendwie das Gefühl gehabt: ‚Ich habe Angst um ihn‘.“

Formel-1-Legende Michael Schumacher war auch auf dem Motorrad unterwegs

Doch die musste er gar nicht haben. Bradl weiter: „Danach haben wir uns kurz unterhalten. Und er mit einem fetten Grinsen im Gesicht und du hast ihm nur angesehen, er hat so viel Spaß gehabt. Dann war ich ein bisschen beruhigt. Es war ein Mega-Erlebnis für mich. Ich habe Angst gehabt um Michael Schumacher und er fährt vor mir.“

Es sollte nicht die letzte Begegnung mit Schumi sein. 2012 sah man sich wieder. Bradl hatte in Le Mans sein erstes Regen-Rennen in der MotoGP. Auch über diesen Tag spricht der Bayer ganz locker und nimmt dabei wieder kein Blatt vor den Mund: „Ohne jetzt irgendeinen Schmarrn zu erzählen: Ich habe mir in die Hose geschissen. Diese Raketen im Regen zu bewegen - ich habe nicht gewusst, was ich tun soll.“

Aber einer war da, um ihm zu helfen: „Michael Schumacher kam vor dem Rennen zu mir in die Box. Er hat sich eine halbe Stunde vor dem Start mit mir seelenruhig unterhalten. Das hat mir so gut getan. Ein Michael Schumacher kommt zu mir, Handshake, hat gesagt: ‚Jungs, ihr seid so geil drauf, ich habe höchsten Respekt vor euch.‘ Das war so eine geile Geste.“ Bradl wurde im Rennen Fünfter - als Neuling in der MotoGP ein Wahnsinns-Ergebnis. (akl)

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