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Hamilton schraubt selbst am Boliden

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Hockenheim - So sieht Teamwork aus: Das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button ist für jeden Spaß zu haben. Nur im Rennen um den Titel kennen die Briten keine Freunde.

Sie schrauben als Jux-PR eigenhändig ihren Rennwagen zusammen und wetteifern zur Gaudi für einen TV-Sender sogar beim Aufbau von Campingzelten. Abseits der Strecke sind Lewis Hamilton und Jenson Button für fast jeden Spaß zu haben, im Titelrennen aber machen Sebastian Vettels Rivalen ernst. “Ich habe ein gutes Gefühl, was wir jetzt schon erreicht haben. Wir sind sehr glücklich über unsere Position“, sagt Hamilton. Der Brite startet als WM-Spitzenreiter in den Großen Preis von Deutschland am Sonntag, sein McLaren-Teamkollege Button ist sein erster Verfolger.

Doch anders als beim schärfsten Titelrivalen Red Bull, den vor dem Hockenheim-Gastspiel das Reizklima zwischen Vettel und dem Australier Mark Webber belastete, verstehen sich Hamilton und Button anscheinend blendend. “Auch wenn die Leute das nicht glauben wollen, Lewis und ich kommen super miteinander aus. Die Jungs in der Fabrik müssen sich keine Sorgen um uns machen und können sich auf die Entwicklung des Autos konzentrieren“, sagt Titelverteidiger Button.

Die Ausbeute in dieser Saison spricht für sich. Je zwei Rennen haben beide gewonnen, in der Türkei und Kanada fuhr das McLaren-Duo sogar Doppelerfolge ein. “Wir haben einen tollen Job gemacht, obwohl wir nicht das schnellste Auto haben“, befand Button zufrieden.

Vergnügt können sich die beiden Insel-Piloten auch das Feixen über die Unruhe bei Red Bull nicht verkneifen. “Das macht uns als Team umso mehr stolz, weil wir sehen, was für eine solide Arbeit wir machen - und wie intakt die Harmonie bei uns ist“, erklärt Hamilton, der trotz eines Unfalls bei der ersten Trainingsfahrt am Freitag als Mitfavorit in Hockenheim startet.

Dennoch wollen sich die WM-Führenden nicht auf einen Dauerkrach beim WM-Konkurrenten verlassen. “Wir werden nicht der Täuschung unterliegen, dass wir den MP4-25 nicht weiterentwickeln brauchen, um im Titelkampf an der Spitze zu bleiben“, sagt Teamchef Martin Whitmarsh. Schon jüngst in Silverstone hatte der Rennstall eilig Updates ans Auto montiert, obwohl diese noch nicht völlig ausgereift waren. Für Hockenheim wurden die Tests im Simulator noch einmal intensiviert.

“Der Deutschland-Grand-Prix wird uns einen sehr guten Eindruck über die Form für die zweite Saisonhälfte liefern“, urteilt Hamilton. An seinen zweiten Titel mag der Weltmeister von 2008 noch nicht denken. “Wir müssen Rennen für Rennen vorgehen“, mahnt der 25-Jährige. Mit insgesamt 145 Punkten hat er zwölf Zähler Vorsprung auf Button, dahinter folgen Webber (128) und Vettel (121). “Es wird bis zum Ende spannend bleiben“, verspricht Hamilton.

dpa

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