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Hamilton holt die Pole-Position

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Darf aus der Pole-Position starten: Lewis Hamilton. © ap

Montréal - Erst holte er die Pole Position, dann wurde Lewis Hamilton zum Fußgänger: Mit dem letzten Tropfen Sprit eroberte der ehemalige Formel-1-Weltmeister Startplatz eins beim Großen Preis von Kanada.

Der WM-Führende Webber und Teamkollege Vettel mussten sich am Samstag mit dem zweiten und dritten Rang begnügen. Nach seinem Coup streikte Hamiltons Dienstwagen in der Auslaufrunde. Der Türkei-Sieger stieg aus, schob seinen Wagen, ehe er von einem Streckenwagen abgeholt und unter dem Jubel der Fans ins Fahrerlager zurückgebracht wurde. “Das war ein großer Tag. Da kamen sofort die Erinnerungen an 2007 hoch“, sagte der 25-Jährige, der vor drei Jahren auf dem “Circuit Gilles Villeneuve“ seine erste Pole und den ersten Grand-Prix-Sieg feierte.

Auch wenn erstmals in dieser Saison kein Red Bull in der Qualifikation ganz vorne stand, waren Webber und Vettel nicht unzufrieden. Sie setzen auf ihre Reifenstrategie. Anders als Hamilton nutzten sie im entscheidenden Durchgang die harten und nicht die weichen Pneus. “Wir haben die Ränge zwei und drei mit den richtigen Reifen geschafft. Der weiche Reifen hält hier nur ein paar Runden. Mit dem harten Reifen sind wir also gut gerüstet fürs Rennen“, blickte Vizeweltmeister Vettel voraus. “Meine Zeit kam etwas mühsam und ich habe etwas gebraucht“, meinte der 22-Jährige weiter. “Von daher bin ich zufrieden, dass ich auf Platz drei stehe.“

Ganz bitterer Nachmittag für Mercedes

Ganz bitter verlief der Nachmittag für Mercedes. Der siebenmalige Kanada-Sieger Michael Schumacher verpasste als 13. mit seinem Mercedes den Finaldurchgang, Nico Rosberg hatte mit Balanceproblemen zu kämpfen und kam nicht über Rang zehn hinaus. Sogar Adrian Sutil von Force India war als Neunter besser platziert. Nico Hülkenberg im Williams war als Zwölfter auch noch einen Platz vor Schumacher. Timo Glock schied im unterlegenen Virgin als 21. schon im ersten Abschnitt aus.

“Enttäuschend - wir haben heute sicher nicht das Potenzial unserer Autos genutzt. Trotzdem: Im Rennen kann alles ganz anders und besser für uns laufen“, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zum Ergebnis seiner Fahrer. Zugleich verwies er auch er auf die Reifenproblematik: “Wer morgen mit den Reifen am besten klarkommt hat alle Möglichkeiten, auch wenn er weiter hinten startet.“

Hamilton: Beste Zeit mit weichen Reifen

Grund für die unsicheren Voraussagen: Lieferant Bridgestone brachte den Teams Reifen mit nach Kanada, die auf dem “Circuit Gilles Villeneuve“ schon in den Trainingseinheiten am Freitag nicht optimal funktionierten. Hamilton fuhr am Samstag seine beste Zeit von 1:15,105 Minuten auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs mit weichen Reifen und muss mit diesem Pneutyp in das Rennen starten. Die weichen Reifen gelten auf wenige Runden als schnell, haben allerdings den Nachteil, dass sie schnell abbauen und der Brite möglicherweise schon viel früher als die Konkurrenten an die Box muss. Webber und Vettel vertrauten hingegen auf den harten und haltbareren Reifen.

Vor dem achten Lauf am Sonntag (18.00 Uhr MESZ/Sky und RTL) führt der Australier Mark Webber mit 93 Punkten vor dem McLaren-Duo Button (88) und Hamilton (84). Hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso (79) ist Vettel (78) als Fünfter bester Deutscher. Nico Rosberg (66) und Schumacher (34) rangieren an achter und neunter Stelle.

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