Großer Preis von Österreich

Debakel für Vettel - Massa in Quali top

Sebastian Vettel
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Für Sebastian Vettel lief es beim Qualifying in Österreich nicht rund.

Spielberg - Der Brasilianer Felipe Massa hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Österreich gesichert. Einen rabenschwarzen Tag erlebte unterdessen Sebastian Vettel.

Williams-Pilot Felipe Massa (Brasilien) hat sich vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (Finnland) völlig überraschend die Pole Position für den Großen Preis von Österreich gesichert. Damit steht erstmals in dieser Saison kein Mercedes-Werkspilot auf dem ersten Startplatz.

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (Wiesbaden) musste sich im Silberpfeil mit dem dritten Platz begnügen, sein Teamkollege und erster Verfolger Lewis Hamilton (England) wurde nach einem Fahrfehler nur Neunter. Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fuhr beim Red-Bull-Heimspiel nur auf den enttäuschenden 13. Platz, rückte aufgrund einer Strafe für Force-India-Pilot Sergio Perez (Mexiko) aber noch auf den 12. Rang vor.

Vettel war nach dem Qualifying sichtlich angefressen. „Viel mehr war nicht drin, ich hatte zwei Runden, die beide zu langsam waren“, sagte der 26-Jährige: „Heute morgen sah es etwas besser aus als gestern, wir dachten, wir machen noch einen Schritt nach vorne. Der blieb aber aus. Wir kommen dieses Wochenende nicht so gut klar wie zuletzt. Was den Grundspeed angeht, tun wir uns schwer.“

Niki Lauda, Team-Aufsichtsrat bei Mercedes, würdigte die Stärke des Gegners. „Das war eine super Leistung von Williams, da kann man nur gratulieren“, sagte der Österreicher bei RTL: „Die waren schneller und besser. Das muss man ganz klar anerkennen.“ Massa sprach von einem großartigen Moment, der Brasilianer feierte die 16. Pole seiner Karriere.

Erneut war Vettels Teamkollege Daniel Ricciardo (Australien) als Fünfter schneller als der 26-Jährige. Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg (Emmerich) holte auf dem runderneuerten Berg-und-Tal-Kurs in Spielberg den zehnten Platz, Adrian Sutil (Gräfelfing) verpasste im Sauber um vier Tausendstel das Q2 und muss sich mit dem 17. Startplatz zufrieden geben.

26 Fakten: Sebastian Vettel von A bis Z

26 Fakten: Sebastian Vettel von A bis Z

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A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © dpa
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B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © dpa
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C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © dpa
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D wie Deutschland, Vettels Heimat © dpa
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E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © dpa
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F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © dpa
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G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © dpa
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H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © dpa
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I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © dpa
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J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © dpa
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K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels ehemaliges Rennauto © dpa
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L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © dpa
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M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © dpa
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N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © dpa
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O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © dpa
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P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © dpa
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Q wie Qualifikation, Vettels Domäne © dpa
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R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © dpa
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S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © dpa
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T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © dpa
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U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © dpa
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V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © dpa
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W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © dpa
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X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © dpa
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Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © dpa
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © dpa

Vor dem achten Saisonlauf führt Rosberg das Klassement mit 140 Punkten vor Hamilton (118) an. Die Silberpfeile hatten die ersten sechs Rennen gewonnen (viermal Hamilton, zweimal Rosberg), ehe Ricciardo in Montreal bei seinem Debüt-Erfolg in der Königsklasse von technischen Problemen des Top-Duos profitiert hatte.

SID

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