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Formel-1-Teams erhöhen Druck auf Ecclestone

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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone © ap

Hannover - Die Top-Rennteams erhöhen im Ringen um mehr Geld und Einfluss den Druck auf Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Es droht die Abspaltung der Top-Teams in eine eigene Serie.

Die vier wichtigsten Rennställe - Mercedes, McLaren, Red Bull und Ferrari - drohen nun gemeinsam mit der Gründung einer eigenen Rennserie. Das berichtet der "Spiegel" (Montag). Eine Bestätigung gab es am Sonntag dazu nicht. Allerdings sollen sich die Teams am Wochenende getroffen haben, um das gemeinsame weitere Vorgehen abzusprechen.

Hintergrund der Gespräche ist das Ende 2012 auslaufende sogenannte Concorde Agreement, das die Verteilung der Gelder regelt. Vor kurzem war das Interesse von Rupert Murdochs News Corporation bekanntgeworden, die kommerziellen Rechte zusammen mit der Investmentgruppe Exor vom aktuellen Besitzer CVC Capital Partners übernehmen zu wollen. Exor-Präsident John Elkann ist der Enkel von Gianni Agnelli und oberster Fiat-Aufseher. Beim Zustandekommen des Deals wäre Ferrari daher praktisch Formel-1-Mitbesitzer.

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"Wir haben nun drei Alternativen. Entweder wir verlängern unseren Vertrag mit CVC. Oder wir gründen unsere eigene Firma, wie es die Basketball-Teams in den USA mit der NBA gemacht haben. Wir veranstalten dann eigene Rennen und haben die TV-Rechte. Die dritte Möglichkeit ist, einen anderen Partner zu finden", hatte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo vor dem angeblichen Treffen am Wochenende in einem CNN-Interview gesagt.

Angeblich wird das Vorhaben, der CVC die Formel-1-Rechte abzukaufen, auch von Carlos Slim unterstützt. Der Mexikaner gilt als reichster Mann der Welt. Ecclestone, der für die CVC die Geschäfte der Motorsport-Königsklasse führt, beziffert den Formel-1-Wert auf rund vier Milliarden Euro.

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Die Teams sind sich schon seit einiger Zeit einig darüber, das Geschäftsmodell zu ihren Gunsten verändern zu wollen. "Wir wollen Stabilität, Wachstum und Nachhaltigkeit garantieren. Wem die Rechte gehören, ist uns dann egal", hatte McLaren Teamchef Martin Whitmarsh, der auch Präsident der Teamvereinigung FOTA ist, unlängst beim Großen Preis in Istanbul gesagt.

dpa

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