Katastrophen-Saison für Ex-Weltmeister

Formel 1: Nächster Ferrari-Eklat! Diese 17 Sekunden zwischen Vettel und Binotto sagen alles

Sebastian Vettel läuft mit Mechanikern von Ferrari über die Rennstrecke in Silverstone.
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Sebastian Vettel (2.v.l.) hat sich seine Abschiedstournee bei Ferrari wohl anders vorgestellt.

Sebastian Vettel kommt in diesem Jahr absolut nicht in Schwung. In seiner letzten Saison bei Ferrari kommt es nun zum nächsten Ärger zwischen ihm und Teamchef Mattia Binotti.

  • Sebastian Vettel befindet sich in seinem letzten Jahr als Ferrari-Pilot
  • Der Ex-Weltmeister wollte sich eigentlich mit Würde verabschieden, doch das schlechte Auto lässt dies nicht zu
  • Nun kam es zum nächsten Eklat zwischen Scuderia-Teamchef Mattia Binotti und Vettel

Silverstone - Es war wahrlich ein spektakuläres Rennen in Silverstone*. Der Große Preis von Großbritannien hatte fast alles zu bieten, was ein spannendes Motorsport-Wochenende ausmacht. Riskante Überholmannöver, spektakuläre Reifenplatzer und falsche Boxenstopp-Taktiken.

Einer, der bei all dieser Dramatik - mal wieder - keine Rolle spielte war Sebastian Vettel*. Der Ex-Weltmeister, der sich auf seiner Abschiedstournee bei Ferrari* befindet, kam nur dank der Ausfälle der Konkurrenz unter die ersten Zehn und holte so wenigstens einen WM-Punkt*.

Bereits im Training und Qualifying hatte Vettel keinen guten Wagen - und auch im Rennen war der Deutsche alles andere als konkurrenzfähig*. Klar, dass der ehrgeizige 33-Jährige daher sauer ist. So hat er sich seine letzte Saison beim Traditionsrennstall aus Monza sicher nicht vorgestellt. Wie schlecht die Stimmung zwischen Vettel und Scuderia-Teamchef Mattia Binotti aber wirklich ist, das brachte ein Funkspruch ans Licht.

Formel 1: Nächster Ferrari-Eklat! Vettel ignoriert Teamchef Binotti - Diese 17 Sekunden sagen alles

Offenbar hat man sich bei Ferrari nicht mehr viel zu sagen. „Hi Seb, Mattia hier. Hartes Rennen heute“, sagte Binotti nach Vettels Zieleinfahrt in Silverstone über den Teamfunk: „Wir wissen, dass es ein schwieriges Wochenende war. Aber in einer Woche sind wir wieder hier und dann machen wir es besser.“

Vettels Antwort? Schweigen! Ganze 17 Sekunden sagte er nichts, ehe ein Crew-Mitglied den „Radio Check“ anforderte und Vettel sich daraufhin meldete. Ein klarer Affront gegen Binotti.

„Ja, es war ein schwieriges Rennen“, sprach Vettel dann in den Teamfunk: „Ich hatte wenig Vertrauen ins Auto, ähnlich wie im Qualifying.“ Anschließend schilderte er seine Sicht der Dinge: „Ich hatte Runde für Runde Probleme und habe viele Dinge probiert, aber nichts davon hat funktioniert“, so Vettel, der dann aber doch noch Größe zeigte: „Glückwunsch an die andere Seite, Glückwunsch an Charles. Und guter Boxenstopp, Jungs.“

Kein Wort in Richtung Binotti. Keine Reaktion auf dessen Ansprache. Vermutlich dürften am Ende der Saison beide Seiten froh sein, wenn die wenig erfolgreiche Ehe zwischen Sebastian Vettel und der Scuderia Ferrari geschieden wird. Wie die Zukunft der Heppenheimers in der Formel 1* aussieht, darüber ist bislang auch noch keine Entscheidung gefallen.

Auch in Barcelona gab es für Vettel wieder Ärger.. (smk) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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