In der Formel 3 unterwegs

Nächster Schumacher auf dem Weg in die Formel 1 - Forsche Töne von Micks Cousin

David Schumacher feiert seinen ersten Rennsieg in der Formel 3.
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David Schumacher formuliert selbstbewusst sein Karriereziel.

Früher haben die Schumacher-Brüder die Formel 1 aufgemischt. Aktuell fährt Michaels Sohn Mick Schumacher alleine in der Königsklasse des Motorsports. Doch er könnte bald Gesellschaft bekommen.

Bergheim - Die Motorsport-Fans werden sich mit Freude an das Schumacher-Bruderpaar in der Formel 1 erinnern. Ralf und Michael Schumacher sorgten jahrelang für Höhepunkte der deutschen Renngeschichte und begeisterten zahlreiche Menschen an den Rennstrecken und vor den Fernsehbildschirmen.

Mittlerweile hat Michaels Sohn Mick in der Königsklasse des Sports das Zepter übernommen. Der Formel 1-Newcomer steht seit der aktuellen Saison 2021 beim amerikanischem Team Haas unter Vertrag. Aber auch ein weiterer Schumacher spricht ambitioniert von seinem Karriereplan mit dem Ziel, ganz oben mitzufahren.

Die Formel 1 als Ziel: Schumacher spricht selbstbewusst von seinem Karriereplan im Motorsport

Genauso wie Michael Schumacher hat auch Bruder Ralf einen Sohn, der sich im Cockpit zuhause fühlt. David Schumacher ist aktuell in der Formel 3 unterwegs und hat sich jüngst in einem Interview zu seiner Karriere ganz selbstbewusst geäußert.

„Das Ziel ist, erstmal in die Formel 1 zu kommen und dann zu schauen, ob man Weltmeister werden kann“, gab sich der 19-Jährige entschlossen und ergänzte, dass es auf diesem Niveau bei so viel Zeit sowie monetärem Invest lediglich ein Ziel geben kann. Und die letzten Ergebnisse untermauern diesen Anspruch. Als einer von nur vier Fahrern fuhr Schumacher in den letzten drei Rennen immer Weltmeisterschaftspunkte ein. Zudem konnte er im Juli beim achten Saisonlauf im österreichischen Spielberg seinen ersten Sieg erringen. Die Kurve deutet also klar nach oben.

Schumacher im Aufwind: Erster Erfolg verleiht Auftrieb und nimmt Druck

Der Nachwuchspilot zeigt sich zufrieden mit der aktuellen Form, betont aber, dass allen voran sein erster Triumph in der Formel 3 ihm eine große Menge an Selbstbewusstsein gegeben hat. „Es geht in die richtige Richtung. Mental hat es mir sehr geholfen, der Sieg hat mir Steine von den Schultern genommen.”

Der Druck ist ein großes Thema für den Deutschen. Nicht zuletzt sein Name, der zeitlebens mit großen Erfolgen und Titeln verbunden sein wird, sorgt für eine Erwartungshaltung. „Der Druck ist da. Das habe ich auch nach dem ersten Sieg gemerkt. Ich konnte mich mehr zurücklehnen.”

Seit dem Erfolg auf dem Red-Bull-Ring sind die Leistungen des 19-Jährigen konstanter geworden. Trotzdem wisse er die Situation richtig einzuschätzen und verfällt nicht in den Glauben an einen Selbstläufer. Für den Fahrer des italienischen Trident-Teams ginge es nun darum, die Punkteausbeute in den nächsten Rennen kontinuierlich zu erhöhen und das Momentum mitzunehmen.

Holpriger Start und Gefahren in der Formel 3

So positiv verlief die Karriere von David Schumacher in der Formel 3 allerdings nicht von Anfang an. Die Premieren-Saison in der dritthöchsten Rennklasse beendete er punktlos. Vater Ralf sieht die Schuld für den Fehlstart bei sich.

„Ich habe das Thema unterschätzt. Das erste Team war nicht in der Lage, die richtigen Umstände zu schaffen, obwohl David auch schon damals der Schnellste war”, gab er selbstkritisch zu und verwies in der Folge auf die positive Entwicklung im neuen Rennstall. Hier sei mehr möglich.

Trotzdem wird die Formel 3 auch weiterhin ein hartes Pflaster für den Sohnemann bleiben. „Es sind sehr viele junge übermotivierte Fahrer in der Formel 3“, erklärte der frühere Williams-Pilot und sechsmalige Grand Prix-Sieger der Königsklasse. Die Konkurrenz bildet durch ihren aggressiven Fahrstil die größte Gefahrenquelle. Auch außerhalb der Rennstrecke sorgte ein Kollege von David Schumacher dahingehend zuletzt für negative Schlagzeilen. (men)

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