Königsklasse in Mittelamerika

Autódromo Hermanos Rodríguez: Spektakulärer Formel-1-Kurs in Mexiko

2018 gewann Max Verstappen den Großen Preis von Mexiko
+
2018 gewann Max Verstappen den Großen Preis von Mexiko

Die Rennstrecke in Mexiko ist in mehrfacher Hinsicht besonders. Sie führt mitten durch die Hauptstadt sowie teilweise durch ein Baseball-Stadion.

  • Die Formel 1 nahm Mexiko-Stadt 1963 in den Rennkalender auf.
  • Erbaut wurde das Autódromo Hermanos Rodríguez im Jahre 1959.
  • Auf der Rennstrecke findet der Große Preis von Mexiko statt.

Mexiko-Stadt - Das Autódromo Hermanos Rodríguez ist eine der wenigen Rennstrecken, die sich mitten in einer Großstadt befinden. Inmitten der Millionenmetropole Mexiko-Stadt liegt der Kurs, der vor allem durch die Rennen der Formel 1 bekannt wurde. 

Hier findet der Große Preis von Mexiko statt und auch Nascar sowie die Formel E nutzen die Strecke für Wettbewerbe.

Grand Prix von Mexiko: Die Geschichte der Formel 1 in Mexiko-Stadt

Erstmals kam dieFormel 1 im Jahre 1963 in das mittelamerikanische Land. Im Zuge der Erweiterung der Weltmeisterschaft wurde der Stadtkurs in den jährlichen Rennkalender aufgenommen. Bereits 1970 wurde das Autódromo Hermanos Rodríguez jedoch wieder geschlossen. Die Rennstrecke erfüllte nicht mehr die aktuellen Sicherheitsanforderungen. Damit endete für einige Jahre auch die Zeit der Formel 1 in Mexiko.

1986 erfolgte nach großangelegten Umbauten die Wiedereröffnung. Auch die Formel 1 kehrte nach Mexiko zurück. Von 1986 bis 1992 fand der Große Preis von Mexiko erneut auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez statt. 1993 strichen die Veranstalter das Rennen in Mexiko wieder aus dem Kalender. Erst 2015 gab es eine neue Vereinbarung und der Große Preis von Mexiko war für fünf Jahre Teil der Formel 1.

Formel 1 in Mexiko: Streckenlänge und Geschichte des Autódromo Hermanos Rodríguez

Ursprünglich hatte die Rennstrecke in Mexiko-Stadt den Namen Magdalena Mixhuca. Erst 1979 wurde sie in Autódromo Hermanos Rodríguez umbenannt. Den Namen erhielt der Kurs zu Ehren der Brüder Rodríguez. Beide waren bekannte mexikanische Rennfahrer. Ricardo Rodríguez, der jüngere der beiden, verunglückte 1962 tödlich auf der Rennstrecke in Mexiko-Stadt. Eine Besonderheit der Strecke ist die hohe Lage. Sie befindet sich auf 2.238 Metern über dem Meeresspiegel. Die dünne Luft stellt hohe Anforderungen an die Fahrer sowie die Fahrzeuge.

Im Laufe der Jahre wurden die Streckenlänge sowie die Streckenführung mehrfach geändert. Die ursprüngliche Strecke hat eine Länge von fast genau fünf Kilometern und hatte bis 1984 Bestand. Danach erfolgte eine Verkürzung auf 4,421 Kilometer. Ab 2002 führte die Strecke durch das Baseball-Stadion Foro Sol. Die Tribüne des Stadions diente gleichzeitig für die Zuschauer der Formel 1. Die Streckenlänge des Autódromo Hermanos Rodríguez änderte sich auf 4,304 Kilometer.

Formel 1: Geschichte der Sieger beim Großen Preis von Mexiko

Der erste Sieger der Formel 1 in Mexiko-Stadt war der Brite Jim Clark. Am 27. Oktober 1963 überquerte er als Erster mit seinem Lotus die Ziellinie. Die Rennlänge damals betrug 2:09:52,1 Stunden. Zahlreiche Legenden des Formel-1-Sports konnten sich in der Geschichte als Sieger eintragen. So gewann Ayrton Senna 1989 in Mexiko-Stadt, während der Franzose Alain Prost 1988 und 1990 siegte. Auch Jacky Ickx, Gerhard Berger und Nigel Mansell gewannen den Großen Preis von Mexiko. Den Rundenrekord hält der Finne Valtteri Bottas. Im Jahr 2018 benötigte er für eine Runde exakt 1:18.741 Minuten.

Den Titel des Rekordsiegers teilen sich gleich fünf Fahrer. Dabei gelang es in der Geschichte des Autódromo Hermanos Rodríguez noch keinem Fahrer, drei Siege einzufahren. Je zwei Siege haben Jim Clark, Lewis Hamilton, Nigel Mansell, Alain Prost und Max Verstappen zu Buche stehen. Bei den erfolgreichen Fahrernationen sieht das Bild hingegen anders aus. Acht Sieger stammen aus Großbritannien, das somit mit Abstand die erfolgreichsten Fahrer beheimatet.

Quelle: tz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare