Großer Preis von Spanien

Formel 1: Mercedes-Boss Wolff schimpft im Funk auf Schumacher-Kollege Mazepin - „Der Kerl ...“

Nikita Mazepin fährt in seinem Haas vor Lewis Hamilton im Mercedes.
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Mazepin stand auch in Barcelona immer wieder im Mittelpunkt.

Haas-Pilot Mazepin fällt auch in Barcelona unangenehm auf! Zunächst behindert er Norris im Qualifying, im Rennen bringt er Mercedes-Boss Wolff auf die Palme.

Barcelona - Nikita Mazepin kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen! Den Einstieg in seine erste Formel-1-Saison hatte sich der Rookie mit Sicherheit erfreulicher vorgestellt. Dass er im Boliden der US-amerikanischen Haas-Truppe gemeinsam mit Teamkollege Mick Schumacher seine Runden ganz am Ende des Feldes drehen würde, war abzusehen. Doch vor allem fällt Mazepin immer wieder durch Fahrfehler und Undiszipliniertheiten auf.

Dass der Sohn des russischen Oligarchen Dmitri Mazepin überhaupt noch in einem Formel-1-Auto sitzt, ist dabei alles andere als selbstverständlich. Kurz nach der Bekanntgabe des 22-Jährigen als Haas-Pilot für 2021 sorgte der Rennfahrer mit einem Skandal-Video auf Instagram für Aufsehen. Darin zu sehen: Mazepin, wie er einer Frau in den Ausschnitt greift. Der Rennstall distanzierte sich, der junge Russe formulierte eine Entschuldigung - und durfte seinen Platz in der Königsklasse behalten. Doch auch auf der Strecke besticht Mazepin nicht gerade durch Reife. Für Diskussionsstoff sorgte er auch am Wochenende in Barcelona.

Formel-1-Qualifying in Barcelona: Mazepin blockiert Norris im McLaren - Strafe durch Rennleitung

Zunächst stand Mazepin im ersten Qualifying-Segment am Samstag im Fokus. Auf seiner Aufwärmrunde geriet er in den Verkehr. Um trotzdem beste Voraussetzungen für eine schnelle Runde zu haben, setzte er vor der letzten Schikane zum Überholen an und zog an Kimi Räikkönen sowie Yuki Tsunoda vorbei. Das Problem: Von hinten kam McLaren-Pilot Lando Norris angeschossen, der sich - im Gegensatz zu den anderen Protagonisten - auf Zeitenjagd befand. Mazepin stand mit seiner Aktion im Weg, bekam einen Strafpunkt und wurde in der Startaufstellung um drei Plätze zurückversetzt.

Er hätte nicht viel tun können.

Norris über Mazepins Verhalten im Qualifying

Norris ärgerte sich zwar, nahm Mazepin danach aber in Schutz: „Er hätte noch ein paar Sekunden länger abseits der Linie bleiben können, um mich durchzulassen. Sonst aber hätte er nicht viel tun können“, meinte der Brite. „Manchmal läuft es so in der Formel 1. Du darfst im Qualifying eben niemanden aufhalten, und er hat mich doch ziemlich aufgehalten. Es trifft aber nicht nur ihn die Schuld.“ Bestraft von der Rennleitung wurde ansonsten allerdings niemand.

Mercedes-Boss Wolff: Ansage an Rennleiter wegen Hamilton und Mazepin

Bereits beim Rennen am Sonntag stand der Haas-Fahrer schon wieder im Mittelpunkt. In der 26. Runde war Red-Bull-Pilot Max Verstappen bereits an der Box gewesen, Titelkonkurrent Lewis Hamilton im Mercedes musste also so viel Zeit wie möglich herausfahren, um am Niederländer vorbeizuziehen. In dieser Phase lief der siebenfache Weltmeister auf Mazepin auf. Das machte Mercedes-Teamchef Toto Wolff wohl nervös. Der Österreicher reagierte umgehend und funkte Rennleiter Michael Masi an: „Michael, blaue Flaggen! Der Kerl kostet uns noch die Position.“

Nikita hatte ein sauberes Wochenende.

Haas-Teamchef Günther Steiner nach dem Rennen in Barcelona

Mazepin machte brav Platz und Hamilton siegte am Schluss vor Verstappen. Mazepins Boss Günther Steiner reagierte deshalb mit Unverständnis auf die Wolff-Aussagen: Mazepin sei in Barcelona ein „sauberes Wochenende“ gelungen, erklärte der Haas-Chef dem Motorsport Magazin. „Toto wollte vielleicht einfach Toto sein und zeigen, wer das Sagen hat und allen zeigen, dass sich jeder in Bewegung setzen muss, wenn er daherkommt.“ Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Mazepins Fahrstil für Meinungsverschiedenheiten sorgt. (jn)

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