Beim Start kann es lustig werden!

tz exklusiv: Vettel erklärt die Strecke in Spielberg

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Fachgespräch: Sebastian Vettel (li.) und Gerhard Berger.

Spielberg - Am Wochenende fährt die Formel 1 erstmals auf der Strecke von Spielberg. Für die tz erklärt Sebastian Vettel exklusiv den Kurs.

In Spielberg kann es schon beim Start (1) richtig lustig werden. Wir fahren den Berg hoch, deshalb kann man extrem spät bremsen. Das Problem ist nur, wenn alle so denken. Dann könnte es ­Chaos geben und wir sehen dann viele Autos links neben der Strecke fahren. Denn dort gibt es keine Auslaufzone, auf der man halbwegs auf der Stecke bleiben kann. Die nächste interessante Stelle ist die Remus-Kurve (2). Sie folgt auf eine lange Gerade, auf der wir alle unseren DRS-Knopf (dieses System stellt den Heckflügel flach) drücken werden, um zu überholen. Wieder geht es etwas bergauf am Ende, deshalb kann man wie in der ersten Kurve wieder extrem spät bremsen.

Beim Herausbeschleunigen brauchst du dann ein stabiles Heck, denn die Autos werden hier sehr „leicht“. Das heißt, das Heck droht auszubrechen. In die Schlossgoldkurve (3) bremst man bergab hinein. Das heißt, das Heck des Autos wackelt jetzt schon vor der Kurve, wenn du zu heftig in die Eisen steigst. Wenn das passiert, hast du alle Hände voll zu tun, das Auto vor dem Einlenkpunkt wieder einzufangen. Viel Zeit hat man aber nicht dafür. Die Rauch- (4) und die folgende Würth-Kurve (5) sind für mich ein Gesamtgebilde. Also zwei extrem schnelle Linkskurven, die man am besten in einem Schwung fährt. Wenn du das perfekt hinkriegst, hast du den ultimativen Kick, weil der Speed und die Fliehkräfte gigantisch sind.

Das letzte Highlight ist die Rindt-Kurve (6). Es geht bergab, die Kurve fällt leicht zur Seite, es ist sehr wellig und du bist extrem schnell. Du musst trotz der Probleme den Ausgang optimal schaffen, um den richtigen Einlenkpunkt zur letzten Ecke (7) zu finden, die auf die Zielgerade führt. Die ist ebenso schnell. Das heißt: Verbaselst du die Rindt-Kurve, kannst du auch die letzte Kurve abhaken und in der nächsten Runde versuchen, es besser zu machen.

Sebastian Vettel

26 Fakten: Sebastian Vettel von A bis Z

26 Fakten: Sebastian Vettel von A bis Z

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A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © dpa
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B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © dpa
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C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © dpa
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D wie Deutschland, Vettels Heimat © dpa
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E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © dpa
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F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © dpa
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G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © dpa
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H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © dpa
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I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © dpa
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J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © dpa
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K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels ehemaliges Rennauto © dpa
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L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © dpa
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M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © dpa
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N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © dpa
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O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © dpa
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P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © dpa
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Q wie Qualifikation, Vettels Domäne © dpa
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R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © dpa
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S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © dpa
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T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © dpa
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U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © dpa
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V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © dpa
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W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © dpa
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X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © dpa
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Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © dpa
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © dpa

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