Neuzugang Johnson schaut beim Heimspiel zu

Gestatten, ich bin der Neue!

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Nick Johnson beim Spiel gegen Tübingen

München - Auf dem Parkett stand Nick Johnson am Samstag gegen Tübingen noch nicht - trotzdem war der Neue bei den Bayern-Basketballern das Thema im Audi Dome.

Auf dem Parkett stand Nick Johnson am Samstag gegen Tübingen noch nicht - trotzdem war der Neue bei den Bayern-Basketballern das Thema im Audi Dome, und einige Fans nutzten die Gelegenheit, um ein Selfie mit dem 23-Jährigen zu machen. Der Spielmacher und Ex-NBA-Profi (Houston Rockets), der in Arizona aufs College ging, soll beim Spitzenspiel in Bamberg am kommenden Wochenende zum ersten Mal spielen. „Nick ist unser Wunschspieler für die Guard-Position. Wir haben ihn bereits seit längerer Zeit beobachtet“, kommentierte FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic die Personalentscheidung.

Ob Johnson die Anforderungen erfüllen kann, wird sich zeigen. Der Combo-Guard, der zuletzt auf einen Einsatz bei den Orlando Magic gehofft hatte und nun einen Einjahresvertrag bei den Bayern erhält, spielte während seiner College-Zeit häufiger auf der Position des Shooting Guards. Die Bayern wollen ihn jedoch hauptsächlich als Aufbauspieler einsetzen. „Ich habe mein Spiel gewandelt und spiele jetzt mehr auf der Eins“, so Johnson dazu. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und werde alles geben.“

Zurück zum Hier und Jetzt: Auch gegen Tübingen zeigte das Team von Sasa Djordjevic innerhalb eines Spiels zwei völlig verschiedene Leistungen. Wie schon gegen die Eurocup-Gegner Murcia oder zuletzt Malaga gelang es den Münchnern auch am Samstag nicht, konstant aufzutreten. Nach einer fulminanten ersten Halbzeit beim Heimspiel im Audi Dome folgte ein zweiter Spielabschnitt zum Vergessen. Für den 82:70-Sieg reichte es zwar, Trainer Djordjevic musste allerdings zugeben: „Wir haben eine exzellente erste Halbzeit gespielt, waren hungrig und fokussiert. Das Bild hat sich in der zweiten Hälfte total gewandelt. Wir müssen vor allem im Low-Post (in Brettnähe, d. Red.) besser verteidigen und physischer auftreten.“

Wieder einmal verspielten die Münchner Korbjäger einen deutlichen Vorsprung von über 20 Punkten, wieder einmal passierten am Ende des Spiels völlig unvermittelt Fehler, die keiner zu Beginn der Partie erwartet hätte. Ein Kraftproblem? Schließlich waren die Münchner erst am Donnerstag von ihrem 74:62-Sieg aus Spanien zurückgekehrt. „Man hat gesehen, dass wir dem Malaga-Trip Tribut zollen mussten“, meinte der FCB-Coach.

Vielleicht gelingt es dem Team mit Neuzugang Johnson, endlich die starken Leistungen über ein gesamtes Spiel abzurufen.

Lena Meyer

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