Das ist das Erfolgsgeheimnis des Tabellendritten

Härtetest beim Überflieger: FCB-Baskets treffen auf Rasta Vechta

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Bereits für die Bayern: Rasta Vechta

Am Sonntag treffen die FCB-Baskets auf das Überraschungsteam der BBL. Es geht gegen Vechta. Aber was ist das Geheimnis des Aufsteigers? Die tz hat nachgefragt.

Vechta - Sie sind die Durchstarter der Liga. Rasta Vechta lehrte in der laufenden Saison bereits einigen großen Namen das Fürchten. Der Aufsteiger aus dem kleinen Städtchen in Niedersachsen steht nach wie vor auf dem dritten Tabellenrang und ist damit absolut auf Playoff-Kurs. Am Sonntag treffen die FCB-Basketballer auswärts auf Vechta (15.00 Uhr, live bei Sport1 und MagentaSport). Und eines ist schon jetzt klar: Leicht werden es die Norddeutschen den Bayern nicht machen. Denn die Niedersachsen brennen auf das Duell mit dem Ligaprimus. Vechtas Kapitän Josh Young sagt im Gespräch mit der tz: „Wir bekommen die Chance, gegen das einzige Euroleague-Team der Liga zu spielen. Und das ist eine tolle Herausforderung, aus der wir so oder so nur lernen können. Wir freuen uns sehr, uns mit ihnen messen zu können.“

Dass man in Vechta jedenfalls keine Angst vor großen Namen hat, hat das Team von Cheftrainer Pedro Calles längst bewiesen. Die Niedersachsen gewannen gegen Teams wie ALBA Berlin, Bamberg und Ludwigsburg. Und auch gegen die Bayern setzen die Norddeutschen auf den David-gegen-Goliath-Effekt. „Die Halle wird toben!“, so Josh lachend. Der RASTA Dome ist mit seinen 3140 Plätzen längst ausverkauft.

Was aber ist das Geheimnis des Teams, das noch in der vergangenen Saison in der ProA spielte? Aufstiegsheld Young erklärt: „Zum einen, dass wir der Underdog sind. Vor der Saison hatte uns niemand auf dem Schirm. Wir waren das Team aus der zweiten Liga, von dem keiner irgendetwas erwartet hat. Und genau diesen Aspekt konnten wir für uns nutzen.“ Ein weiter Grund sei der erst 35-jährige Cheftrainer. „Pedro Calles ist einer der besten Coaches, die ich jemals hatte“, so Young. „Er hat ein unglaubliches Basketball-Verständnis. Er weicht nicht von seiner Philosophie ab, sondern legt Wert darauf, dass wir immer unseren Spielstil verfolgen. Vor einer Partie beschäftigen wir uns nicht hauptsächlich mit dem Gegner, sondern mit uns. Die Frage ist immer: ,Wie können wir das, was wir tun, noch besser machen?’“

Diese Vorgehensweise hat sich ausgezahlt. Trotzdem bleiben die Niedersachsen zurückhaltend. Mit einer möglichen Playoff-Teilnahme habe sich das Team noch nicht beschäftigt, so Young. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Und wenn es dann für die Playoffs reicht, wäre das großartig. Ganz einfach, weil wir wissen, was es auch für die Leute hier bedeuten würde.“

Vechta hat längst das Basketball-Fieber gepackt. Der Verein, der der Legende nach in den 70er-Jahren zum Titel „Rastaman Vibration“ von Bob Marley gegründet wurde, hat zahlreiche Anhänger. „Es ist mittlerweile mein zweites Jahr in Folge in Vechta und es ist toll zu sehen, wie euphorisch die Menschen hier sind, wie sehr sie mit uns mitfiebern“, so Young und fügt lachend hinzu: „Hier leben etwas über 30.000 Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, beim Einkaufen jemanden zu treffen, der am vergangenen Wochenende in der Halle war und das Spiel gesehen hat, ist also groß.“ Wenn es nach Young und seinem Team geht, wird am Montag in Vechta jedenfalls über einen Sieg gegen den Meister gesprochen.

lm

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