Euroleague: Bayern treffen auf Maccabi Tel Aviv

FCB-Schreck im Audi Dome: So wollen die Bayern Scottie Wilbekin stoppen

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Die Bayern treffen am Donnerstag auf Maccabi

Am Donnerstagabend treffen die Bayern auf Maccai Tel Aviv. Dann gibt es ein Wiedersehen mit dem FCB-Schreck des vergangenen Jahres. Die Münchner haben sich daher etwas Besonderes einfallen lassen.

München - Wenn die Bayern könnten, hätten sie einem Mann wohl längst Hallenverbot erteilt. Scottie Wilbekin avancierte in der vergangenen Saison zum absoluten Bayern-Schreck. Der Aufbauspieler sorgte – damals noch im Team von Darussafaka Istanbul – quasi im Alleingang dafür, dass die Münchner Korbjäger ihre Träume vom EuroCup-Finale begraben mussten. Im zweiten Halbfinalaufeinandertreffen beider Teams im Audi Dome traf Wilbekin nahezu jeden seiner Würfe und brachte es damals auf unglaubliche 41 Punkte. Den Bayern blieb – neben dem Schmerz über das Aus im zweithöchsten europäischen Wettbewerb ­­– nur noch die Anerkennung der besonderen Leistung. „Wir haben alles gegen ihn versucht, aber er hat alles getroffen. Kompliment an ihn“, sagte Braydon Hobbs damals.

Ausgerechnet am Donnerstag, im wichtigen Euroleague-Spiel gegen den direkten Konkurrent um ein Playoff-Ticket, Maccabi Tel Aviv, kommt es zum Wiedersehen mit Wilbekin. Um 20.30 Uhr treffen die Bayern im Rückspiel auf den derzeit zehnten der Euroleague (elf Siege, 13 Niederlagen). Das Team von FCB-Trainer Dejan Radonjic steht mit zwölf Siegen und zwölf Niederlagen auf dem neunten Rang. Ein Erfolg ist wichtig, um den Anschluss an die Top Acht zu halten und damit gute Chancen auf die nächste Runde zu wahren.

Hierfür muss vor allem einer im Zaum gehalten werden. Die Bayern haben sich laut eigener Aussage etwas Besonderes einfallen lassen, damit Wilbekin nicht zu derselben Leistung aufläuft, wie im vergangenen Jahr. Bayern Geschäftsführer Marko Pesic verrät schmunzelnd: „So etwas kann in diesem Jahr nicht passieren. Wir haben nämlich extra kürzlich die Korbanlagen ausgetauscht. Sie sind nun schwarz und nicht mehr rot. Auf diese Art und Weise wollen wir sicherstellen, dass Scottie Wilbekin von der Farbveränderung verwirrt ist und nicht mehr so gut trifft.“

Eine – zugegebenermaßen – nicht ganz ernst gemeinte Aussage. Es ist durchaus üblich, dass die Korbanlagen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Dennoch zeigt der kleine Spaß, dass die Münchner entspannt in das wichtige Rückspiel gehen. Und das, obwohl es im Hinspiel eine empfindliche 71:95-Niederlage gab. Pesic: „Das schlechte Hinspiel ist drei Monate her und das gute an dem Spiel war, dass die Mannschaft danach ein Zeichen gesetzt und in der EuroLeague drei Spiele hintereinander gewonnen hat. Sie hat sich toll weiterentwickelt.“ Genau das, wollen die Münchner auch am Donnerstag beweisen. FCB-Guard Stefan Jovic meint: „Das Gute im Hinspiel war, dass wir Wilbekin gut verteidigen konnten.“ Der US-Profi brachte es im Hinspiel in Tel Aviv „nur“ auf zehn Punkte. Jovic: „Das wollen wir dieses Mal genauso machen und natürlich mit unseren Fans im Rücken siegen.“ Die Chancen stehen nicht schlecht. Denn schließlich ist da ja auch noch nie neue Korbanlage...

lm

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