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Tor-Held mit Lob überschüttet

Was Zauber-Thiago nach seinem Traumtor dachte

München - So recht zeigen wollte er sich den rund 100 Trainingskiebitzen nicht. Am Tag nach seinem großen Auftritt schien Thiago Alcántara der Rummel um seine Person fast schon ein wenig unangenehm.

Mit tief ins Gesicht gezogener Mütze und einem Schal vor dem Mund betrat er den Rasen an der Säbener Straße. Vielleicht lag es auch einfach an der eisigen Kälte, die das Trainingsgelände des FC Bayern gestern Vormittag umgab. Am Abend zuvor war diese dem 1,70 m großen Spanier aber völlig egal gewesen, als er den FCB mit seinem spektakulären Seitfallzieher in der Nachspielzeit zum 2:1 in Stuttgart ballerte. Den Fans der Roten gab er dabei gleich einen Vorgeschmack, was sie von ihrem 25-Millionen-Mann in Zukunft erwarten dürfen.

Das erste Bundesligator – für den Edel-Techniker Adrenalin pur. „In dem Moment bekommst du Lust, dir sämtliche Klamotten vom Leib zu reißen und drei Runden um den Platz zu drehen. Ich kann nicht glauben, was ich für ein Tor geschossen habe“, gab der Matchwinner nach dem Abpfiff Einblick in seine Gefühlswelt.

Artistisch liegt Thiago in der Luft und setzt zum Seitfallzieher an.

Von seinen Kollegen wurde der Tor-Held mit Lob überschüttet. „Schöner kann man das Tor nicht machen“, meinte Thomas Müller. Auch Manuel Neuer freute sich über Thiagos Geniestreich. „Das war klasse gemacht. Man merkt, dass er am Ball alles kann“, lobte der Keeper anerkennend. Dabei schien der Mittelfeldstratege 20 Minuten zuvor schon zum Pechvogel zu werden, als er frei vor VfB-Torwart Sven Ulreich auftauchte, aus kürzester Distanz aber leichtfertig scheiterte (72.). Bis dato die dickste Chance der Roten.

Doch der 22-Jährige bewies mentale Stärke, bereitete nur vier Minuten nach seiner Großchance das 1:1 durch Claudio Pizarro vor (76.), ehe er in der Nachspielzeit zum Matchwinner avancierte. Matthias Sammer hatte ihn vor zwei Wochen noch gelobt und als „fantastischen Fußballer“ bezeichnet, „der ein Auftreten hat, das dem Klub sehr gut tut“. Spätestens jetzt ist klar, was der Sportvorstand gemeint hat. Thiago gibt nie auf, glaubt bis zum Schluss an den Sieg. Das Bayern-Gen ist längst implantiert. Mia san mia!

„Entweder Thiago oder nix!“ So hatte Pep Guardiola am 11. Juli im Trainingslager die Frage nach seinen personellen Wünschen beantwortet. Drei Tage später hieß es: „Thiago ist fix!“ Die Hinrunde lief für Peps Wunschspieler jedoch alles andere als gut, am 3. Spieltag gegen Nürnberg zog er sich einen Syndesmosebandriss zu. Im November kehrte er in den Kader zurück, im Januar ist er endgültig angekommen. „Thiago ist nicht nur ein begnadeter Fußballer, sondern auch ein super Typ“, verrät Xherdan Shaqiri. Dass er seinen ersten Treffer in der Bundesliga ausgerechnet auf so spektakuläre Weise erzielte, wundert Shaqiri nicht: „Das Tor ist ja irgendwie typisch für ihn, er versucht immer die speziellen Sachen.“ Teilweise wirkt Thiagos Liebe zum Kurzpassspiel noch ein wenig zu lässig, doch durch die gemeinsame Zeit in Barcelona kennt er Guardiolas Spiel­idee besser als jeder andere. „Er kennt die Philosophie schon ein bisschen länger als wir. Das kommt ihm zugute und ist auch für die Mannschaft wichtig“, erklärt Mario Götze – und hat nach so viel Lob auch eine Bürde ausgemacht, die Thiago mit seinem Treffer auf sich genommen hat. „Für das Tor“, lacht Götze, „muss er einen ausgeben.“

Michael Knippenkötter, Sven Westerschulze

 

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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