Van Gaal verordnet Tapetenwechsel

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Louis van Gaal

München/Freiburg - Beim SC Freiburg will der FC Bayern eine Serie starten. Für die Tage danach verordnet Louis van Gaal seinen Spielern einen Tapetenwechsel - und hat auch selbst schon Pläne.

Ab Samstag gilt es für den FC Bayern! In Freiburg (15.30 Uhr, live bei Sky) müssen die van gaalschen Kicker ihre Serie starten, um das Mindestziel, Platz drei, besser noch den zweiten Rang zu erobern. Denn: „Wir wollen nicht in der Europa League spielen! Wir wollen in die Champions League“, stellte Louis van Gaal noch mal unmissverstänlich klar. Das Erfolgsrezept: „Wir müssen versuchen, jedes Spiel zu gewinnen“, so der General. „Das ist wahrscheinlich auch ein bisschen utopisch, aber okay, wir versuchen es.“

Dabei geht es nicht nur um die Richtigstellung der Tabelle. Es geht auch darum, dass der Holländer am Ende der Saison einen ordentlichen Abschied bekommt. Auf die Frage, wie er in den Köpfen der vielen Bayern-Anhänger zurückbleiben will, antwortet er nach kurzer Pause: „Ich hoffe, dass sie das attraktive Spiel in Erinnerung behalten. Denn das war und ist meine Handschrift.“ Und weiter: „Wir haben auch gesehen, dass die Fans immer hinter uns stehen. Sie haben trotz des Ausscheidens in der Champions League applaudiert. Als ich angefangen habe, haben sie die Spieler in den ersten drei Monaten noch ausgepfiffen. Jetzt haben sie applaudiert – und zwar wegen der Art und Weise, wie wir spielen.“

Damit sie auch auswärts in Freiburg etwas zu applaudieren haben, muss der Coach aber noch Aufbauarbeit leisten. Die Pleite gegen Inter steckt bei den Spielern nach wie vor in den Köpfen, einigen Akteuren sogar in den Knochen. So entscheiden sich die Einsätze von Arjen Robben und Daniel van Buyten relativ kurzfristig. Beiden wurden am Dienstag vorzeitig ausgewechselt und werden behandelt. Die psychische Behandlung der gesamten Truppe folgt derweil nach der immer „gleichen Struktur“ ab, wie van Gaal erklärt. „Es ist immer dasselbe: Gespräche, viele Einzelgespräche.“ Die Psyche ist beim FC Bayern im Moment eben eine entscheidende Komponente auf dem Rückweg zur Spitze. Nicht jeder ist wie Thomas Müller, „der Positives wie Negatives relativ schnell verdrängt“. Sein Ausbruch nach den 90 Minuten gegen Inter war ausreichend „Selbsttherapie“.

Eine weitere wohlige Woche für den Kopf folgt dann ab Montag. In der Länderspielpause sollen die Bayern-Spieler auf andere Gedanken kommen. „Das ist nicht so schlecht, so eine Änderung der Umgebung“, meint Louis van Gaal. Sogar er selbst hat sich einen Tapetenwechsel verordnet. „Ich nehme mir auch eine Pause. Für meine Stiftung habe ich geplant, eine Gala zu organisieren. Also bin ich in Holland, aber auch in Portugal.“ Hoffentlich mit drei Punkten mehr im Gepäck!

mic

Quelle: tz

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