Kapitän ist in super Form – aber kein neues Angebot vom Klub

Van Bommel: "Was soll ich noch machen?"

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Um welchen Preis wollen die Bayern ihren Kapitän halten?

Manchmal könnte man meinen, Mark van Bommel sei ein Mann mit einer gespaltenen Persönlichkeit.

Neben dem Platz ist der Holländer freundlich und fröhlich, einfach ein richtig netter Kerl. Sobald er aber ein Fußballfeld betritt, ist er aggressiv, aufbrausend, ungerecht. oft am Rande des Erlaubten. Das Freundschaftsspiel am Donnertag gegen Mainz war das beste Beispiel: Es ging um nichts, van Bommel aber grätschte, brüllte, schimpfte als gäbe es kein Morgen. Da war er wieder, Mark van Bommel, der Aggressiv-Leader.

Und irgendwie bekam man gegen Mainz das Gefühl, dass van Bommel sogar noch einen Tick heißer war als sonst. Nachfrage bei dem Holländer:

Waren Sie deswegen so engagiert, weil Sie Jürgen Klinsmann zeigen wollten, wie wichtig Sie für die Mannschaft sind?

Van Bommel zur tz: „Nein. Ich bin immer heiß! Ich brauche niemandem etwas zu zeigen.“

Aber wenn Sie besonders gut spielen, überlegen sich die Bayern ihr Angebot vielleicht nochmal und bessern nach?

„Ich habe doch seit dem Karlsruhe-Spiel gezeigt, was ich kann. Was soll ich noch mehr machen?“, antwortete van Bommel.

Die Zeichen stehen auf Abschied. Die Bayern boten van Bommel einen Vertrag mit einer Laufzeit von nur einem Jahr an. Und sagten: „Annehmen oder gehen!“ Verhandlungen ausgeschlossen. Van Bommel war enttäuscht, fühlte sich und seine Leistungen nicht gewertschätzt. Die Hoffnung auf ein Gespräch zerschlug sich.

Und die Bayern bleiben weiter hart. Trotz seiner starken Leistungen in den Testspielen sagte Uli Hoeneß zur tz: „Wir haben ihm ein Angebot gemacht. Jetzt ist er am Zug.“ Ist das das Ende?

Bei den Bayern-Fans hat der Kapitän enormen Rückhalt. Sie fragen sich: Können sich die Bayern den Verlust ihres Kapitäns überhaupt leisten? Die Statistik jedenfalls spricht für van Bommel: seit er wieder regelmäßig spielt, also seit dem 8. Spieltag gegen Karlsruhe, haben die Bayern nicht mehr verloren. Zuvor holte die Mannschaft 13 Punkte in 9 Spielen (Durchschnitt: 1,45 Punkte pro Spiel), danach waren es 36 Punkte in 14 Spielen (2,57 Punkte pro Spiel). Eine eindeutige Tendenz. Dennoch scheint Jürgen Klinsmann nicht mehr auf ihn zu setzen, bevorzugt den Ukrainer Anatoli Timoschtschuk. Wenn der kommt, ist van Bommel weg. Und wenn nicht? Es bleibt spannend.

Jan Janssen

Quelle: tz

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