Fachmann analysiert Bayern-Gegner

Valencia im Experten-Check: Vorsicht vor Soldado!

München - Mit welchen Akteuren bekommen es die Bayern beim Champions-League-Auftakt gegen Valencia zu tun? Für die tz hat Javier Minguez, Valencia-Experte bei As, die Spieler der Chés unter die Lupe genommen

Cañizares, Mendieta, Aimar - diese Namen sind den meisten Bayern-Fans noch ein Begriff. Sie standen in der legendären Elf Valencias, die sich im Finale der Champions League 2001 erst nach Elfmeterschießen (4:5) gegen die Bayern von Stefan Effenberg und Oliver Kahn geschlagen geben musste.

Heute, gute elf Jahre später, geht es für die Roten erneut gegen die Spanier. Dieses Mal zum Auftakt der Königsklasse. Doch mit welchen Akteuren bekommen es die Bayern diesmal zu tun? Für die tz hat Javier Minguez, Valencia-Experte bei As, die Spieler der Chés unter die Lupe genommen.

Vicente Guaita: Normalerweise hütet Diego Alves das Tor von Valencia, in der Champions League wird jetzt aller Voraussicht nach Vicente Guaita zum Zug kommen. Ein großer Keeper, der in der Luft gut ist. Seine Reflexe sind noch ausbaufähig.

João Pereira: Ein guter Mann für außen, der nicht umsonst Stammspieler in Portugal ist. Schaltet sich oft mit nach vorne ein, beim Eins-gegen-Eins manchmal überfordert.

Adil Rami: Von allen drei Innenverteidigern im Kader ist Rami zweifelsohne der Beste. Derzeit macht er aber keine gute Phase durch. In der französischen Nationalmannschaft und auch bei Valencia ist er deswegen nicht mehr zwingend gesetzt.

Ricardo Costa: Aggressiv und vor allem bei Kopfballduellen sehr stark. Hinzu kommt die große Erfahrung des 31-Jährigen. Zu seinen Schwächen gehört die Technik, ansonsten ist Ricardo Costa ein routinierter Mann mit der nötigen Klasse.

Aly Cissokho: Sechs Millionen hat Valencia dieses Jahr für den Franzosen an Olympique Lyon gezahlt. Und die sind gut investiert: Cissokho ist ein physisch kräftiger Außenverteidiger, der genauso wie Pereira auf rechts ständig den Weg in die Offensive sucht.

Tino Costa: Der Stratege im Team von Trainer Mauricio Pellegrino, der aber hier und da noch zu nervös ist. Die Erwartungen an einen Zehner kann er noch nicht erfüllen. Gute Physis und exzellentes Ballgefühl.

Dani Parejo: Ein sehr technischer Sechser, dem es aber an Charakter und Konstanz fehlt. Parejo wurde beim letzten Heimspiel gegen Celta von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Sofiane Feghouli: Nicht gerade technisch versiert, dafür schnell und torgefährlich. Feghouli sucht gerne die Eins-gegen-eins-Situationen und entscheidet diese auch nicht selten für sich.

Andrés Guardado: Er ist das große Idol in seiner Heimat Mexiko. Sehr guter Mann für die Außen, der jedoch oft an der Seitenlinie klebt.

Nelson Valdez: Der Paraguayer dürfte Ihnen ja aus seiner langen Zeit in der Bundesliga bekannt sein. Quirliger Stürmer mit der nötigen Torgefahr.

Roberto Soldado: Der In-Stürmer Spaniens, derzeit auch im spanischen Nationalteam gesetzt. Technisch versiert, unberechenbar, torgefährlich - ihn sollten Lahm & Co. keine Sekunde aus den Augen lassen. Vier Tore in zwei Spielen in der Primera Division sprechen da eine deutliche Sprache.

Lop

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © dpa

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