Nach Absturz von 1860 in Amateurbereich

Stadionfrage: Bayern-Präsident Hoeneß will abwarten, bis ...

Lässt die Löwen auf sich zukommen: FCB-Präsident Uli Hoeneß bleibt in der Stadionfrage gelassen.
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Lässt die Löwen auf sich zukommen: FCB-Präsident Uli Hoeneß bleibt in der Stadionfrage gelassen.

Nach dem Abstieg der Löwen in den Amateurfußball ist auch völlig offen, wo Sechzig künftig seine Heimspiele austragen wird. Diese Frage bewegt natürlich auch den FC Bayern.

München - Zehn Millionen Euro werden in der Sommerpause in die Modernisierung der Allianz Arena investiert - und die Umbaumaßnahmen haben keine zwölf Stunden, nachdem der Abstieg des TSV 1860 besiegelt war, begonnen. Der Zeitrahmen ist eng gestrickt, bis zum Audi Cup am 1. und 2. August muss alles fertig sein, einen Puffer gibt es aufgrund der Relegation der Löwen nicht mehr. Auf dem Plan im Inneren des Stadions stehen unter anderem ein neues Flutlicht und neue Videowalls in Rekordgröße - und womöglich zusätzlich: Rote Sitzschalen?

Der FC Bayern hat noch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass die Arena im Falle eines Auszuges des ungeliebten Mieters TSV 1860 auch von innen in der Farbe des deutschen Rekordmeisters erstrahlen soll. Im Moment, da seit Freitag feststeht, dass die Löwen nicht in der Dritten Liga, sondern im Amateurfußball antreten werden, ist die Gelegenheit günstig wie nie.

An der Säbener Straße - und am Tegernsee - hält man die Füße aber noch still. „Wir warten in der Stadionfrage ab, bis die oder der von 1860 zuständige Frau oder Mann auf Jan-Christian Dreesen zukommt, um die Sachlage zu erörtern“, sagte Präsident Uli Hoeneß gegenüber dem Münchner Merkur.

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Intern haben sich die Bayern um Finanzvorstand Dreesen und Hoeneß bereits am Freitag kurz beraten, als die fehlende Drittliga-Lizenzierung des einstigen Lokal-Rivalen publik wurde. Da im Moment aber sowohl Ansprechpartner fehlen und die Situation bei den Löwen laut Hoeneß „nebulös“ sei, besteht in der Sache keine Eile. Wenn sich der TSV 1860 intern aufgestellt hat und Entscheidungen über die Spielklassen-Zugehörigkeit in der kommenden Saison gefallen sind, wird auch die Stadionfrage geklärt.

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Amateurfußball in der Allianz Arena - das sehen auch die Bayern so - ist natürlich schwer vorstellbar. Allerdings ist zu hören, dass der TSV 1860 vertraglich sogar darauf bestehen könnte, auch Regional- oder Bayernliga-Spiele in Fröttmaning auszutragen. Realistischer ist freilich die Rückkehr ins Grünwalder Stadion, in dem man bis zur Dritten Liga spielen könnte. Sollte irgendwann aber der Aufstieg in die Zweite Bundesliga gelingen, hätte man ein Problem.

Die Linie der Bayern ist klar: Sind die Löwen ein Mal draußen, sind sie draußen. Eine Rückkehr ist ausgeschlossen. Allein schon wegen der roten Sitzschalen, die - wenn nicht schon in der Sommerpause, dann sicher kurz danach - auf der Liste der Umbaumaßnahmen im Falle des Auszugs der Löwen ganz oben stehen würden.

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Hanna Raif

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