Rummenigge geht auf Lehmann los

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Karl-Heinz Rummenigge wettert gegen Jens Lehmann

Am Montag saß es wieder zusammen, das bayerische Triumvirat. Die Bosse Rummenigge, Hoeneß und Hopfner trafen sich zur Vorstandssitzung.

Irgendwann wurde dann doch darüber diskutiert, woran offiziell keiner mehr glaubt: die Meisterschaft. Was bereiten die Bayern vor, falls das Wunder doch noch gelingt? Die Antwort: Nichts! „Wir haben beschlossen, dass wir nichts planen“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge bei einem Sponsorentermin mit der italienischen Region Trentino, wo die Bayern im Sommer 2010 ihr Trainingslager abhalten. „Wir gehen am Samstag nach dem Spiel im kleinen Kreis Abendessen.“

Auf den Titelkampf blicken die Bosse entspannt. Anders ist da die Gefühlslage, wenn es um das Duell gegen Stuttgart – und speziell Jens Lehmann – geht. Der Ex-Nationaltorwart versuchte zuletzt in jedem Interview darzustellen, wie sehr der VfB in dieser Saison im Vergleich zu den restlichen Spitzenteams von den Schiris benachteiligt wurde. Lehmann pöbelt – doch die Bayern schlagen zurück! Am Montag ging Rummenigge auf Lehmann los.

„Es gibt im Internet eine Statistik unter wahretabelle.de. Vielleicht hat Jens Lehmann keinen Computer zu Hause, dann wüsste er, dass seine Behauptungen nicht stimmen“, wetterte der Vorstands-Vorsitzende.

Hintergrund: Bei der „wahren Tabelle“ werden Schiedsrichter-Fehlentscheidungen miteingerechnet. Dass Lehmann jetzt Stimmung macht, kann Rummenigge nicht verstehen. „Die Trainer und Manager haben sich zuletzt unglaublich zurückgehalten. Jetzt gibt es den Trend, dass Spieler meinen, sich zu Wort melden zu müssen“, schimpfte Rummenigge. „Er unterstellt den Schiedsrichtern Manipulation und Betrug. Das ist eine Unsportlichkeit allererster Güte. Ich bin gespannt, wie der DFB darauf reagiert.“

Der Kontrollausschuss will jedoch keine Ermittlungen einleiten. „Lehmann will Stimmung machen“, glaubt Rummenigge, „das ist ihm bei unserem Spiel in Hoffenheim schon gelungen. Da hat Herr Weiner einen sehr angespannten Eindruck gemacht.“ Lehmann solle die Leistung von Team wie Wolfsburg akzeptieren, „das muss man als Spieler, gerade in seinem Alter, akzeptieren. Das gehört zum Fairplay.“

Genauso wie die Tatsache, dass sich die Bayern bis Beginn nächster Woche nicht zu Transfers äußern. „Wir werden uns zurückhalten. Wir haben noch ausreichend Zeit, uns darum zu kümmern“, meint Rummenigge – und verabschiedete sich mit Uli Hoeneß. Der Manager lässt doch keinen Meisterbalkon in Wolfsburg bauen. Hoeneß zur tz: „Mein Versprechen stammt aus dem Jahr 2005. Aber die haben inzwischen soviel Kohle, dass sie sich den Balkon selbst leisten können.“

ta

 

Quelle: tz

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