„Zwei Tore gegen Real wären super“

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Ein Küsschen vom Matchwinner: Arjen Robben

München - Von Real zu Bayern und mit einem Doppelschlag mitten ins Bayern-Herz. Arjen Robben glänzte beim Debüt mit zwei Toren und versetzte die Allianz Arena in Ekstase. Nach dem Spiel hakte die tz nach.

Herr Robben, was sagen Sie zu Ihrem Debüt?

Robben: Was gibt es da groß zu sagen? Es war fantastisch. Besser hätte es wirklich nicht laufen können. Ein Traumstart für mich, die Mannschaft und alle Fans.

Zusammen mit Franck Ribéry bilden Sie eine geniale Flügelzange. Die beste der Welt?

Robben: Das müssen wohl Sie beurteilen. Aber ich denke, dass wir auf den beiden Seiten für viel Gefahr sorgen und bereits super harmoniert haben. Ich freue mich sehr, mit Franck zusammenzuspielen.

Würden Sie sich wünschen, in der Champions-League auf Ex-Klub Real Madrid zu treffen?

Robben: Auf jeden Fall. Das wäre großartig. Wenn mir zwei Tore gegen Real gelingen würden, wäre das fantastisch.

Wollen Sie sich rächen?

Robben: Nein, nein. Ich bin überhaupt nicht sauer. Es geht mir nur darum, dass es schön wäre auf meine ehemaligen Teamkollegen zu treffen. Ich hatte mit ihnen eine Superzeit. Gegen Sie in der Champions League zu spielen und zu siegen, wäre spitze.

Spitze war auch der Auftritt der Bayern gegen Meister Wolfsburg. Die Taktik von van Gaal ging perfekt auf. Mit der 1:0-Führung im Rücken brachte er seine Geheimwaffen – erst Robben, dann Ribéry. Mit Robben haben sich die Bayern das perfekte Pendant zu Ribéry auf Rechts geangelt. Bayern-Kapitän und Robben-Freund van Bommel: „Ich bin froh, dass er hier ist. Man hat gesehen, was er kann. Ich verstehe nicht, dass Real ihn hat gehen lassen.“

Robben und Bayern, das passt anscheinend vom ersten Tag an. Robben: „Ich habe mit van Gaal telefoniert und dabei hat er mir seine Pläne erklärt. Das hat sehr geholfen, um den Transfer zu verwirklichen. Bei meinem ersten Spiel hat das Publikum sehr laut meinen Namen gerufen. Es war ein tolles Willkommens-Gefühl.“ Sie werden seinen Namen noch öfter lauthals rufen, so viel ist sicher. Auch weil van Gaal verstanden hat, dass es keinen Zehner in seinem Team gibt. Dafür zwei Flügelflitzer. „Der Trainer hat uns die Freiheit gegeben, dort zu spielen, wo wir es für richtig halten. Deswegen kann ich mit Franck immer wieder wechseln. Mein erstes Tor ist ein gutes Beispiel.“ Nach Traumpass von Ribéry traf Robben aus spitzem Winkel. Da haben sich zwei gefunden – auch, weil Robben weiß, wie man sich gegenüber Platzhirschen zu benehmen hat. Das hat er im Haifischbecken von Chelsea und Madrid gelernt. Nach seinen Toren bedankte er sich bei Ribéry, jubelt mit ihm, suchte die Nähe zum Star.

Robben: „Das waren zwei Super-Pässe von Franck. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für die Mannschaft. Ich hoffe, wir holen Titel.“ Mit Robben und Ribéry wirbeln 50 Millionen auf den Außenbahnen. Nur Mario Gomez war mit knapp 35 Millionen Euro teurer. Und der ist der Meinung: „Was Ribéry und Robben gezeigt haben, war sensationell.“ Wie recht er doch hat…

Mario Volpe

 

Quelle: tz

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