Der Bald-Kölner verblüfft die Kollegen

Schnell, schneller, Poldi

Lukas Podolski
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Lukas Podolski hat wieder Spaß.

Fitnesstest, Taktikschulung, volle Konzentration auf ein Ziel: Sechs Punkte aus zwei Spielen. Die deutschen Nationalmannschaft will in Leipzig nichts dem Zufall überlassen.

Schließlich fordert Franz Beckenbauer was ganz Fußball-Deutschland erwartet: „Sechs Punkte – mehr brauchen wir nicht.“ Und DFB-Präsident Theo Zwanziger schlägt in dieselbe Kerbe: „Wenn die Mannschaft gegen Liechtenstein und Wales eine gute Leistung abliefert, was ich erwarte, werden die Dinge, die in der Vergangenheit diskutiert wurden, sehr schnell kein Thema mehr sein.“

Lukas Podolski mal anders

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Vor allem einer steht im Moment für das Motto Aufbruch, Wiedergutmachung, volle Kraft voraus: Lukas Podolski. Nach schweren Monaten als Ersatzspieler beim FC Bayern und einer kleinen Auszeit im DFB-Dress brennt der Stürmer auf Einsatz und Tore. „Die letzten Monate und Jahre waren nicht einfach für mich. Aber ich werde versuchen, in beiden Spielen meine Leistung zu bringen, Tore zu machen und uns damit zur WM zu schießen. Ich will etwas gutmachen“, sagte Poldi.

Indiz für Poldis Jetzt-geht’s-los-Einstellung war der Fitnesstest. „Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Aber die Spieler waren engagiert, haben voll mitgezogen und einen guten Eindruck hinterlassen“, sagte Co-Trainer Hansi Flick. Poldi soll beim Sprinttraining das beste Ergebnis aller Spieler abgeliefert haben. Die ersten Resultate sickern bereits durch – demnach lief Podolski die 30 Meter in nur vier Sekunden!

Nackte Tatsachen im Fußballstadion

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Poldi sowie die gesamte Mannschaft wollen den schlechten Eindruck, der durch die Niederlagen gegen England und Norwegen entstanden ist, korrigieren. „Wichtig ist, das Image, das wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, nicht leichtfertig zu verspielen“, warnte Teammanager Oliver Bierhoff.

Neben den sechs Punkten die es gegen Aufbaugegner Liechtenstein und das Team aus Wales zu ergattern gibt, könnte Poldi auch in die Top-Ten der ewigen Stürmergilde aufsteigen. 31 Treffer in 60 Länderspielen hat er in seiner DFB-Karriere erzielt, damit liegt er in der von Gerd Müller mit 68 Toren angeführten Rangliste auf Position 13. Drei Tore gegen Liechtenstein und Wales – und er stünde mit Ulf Kirsten (34) gemeinsam auf Rang zehn. Kein schlechtes Ziel in Spielen wie gegen Liechtenstein.

Mario Volpe

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