Samstag, 15:30 Uhr: 1. FC Köln gastiert in der Allianz Arena

Poldi: „Bei Problemen rufe ich Uli Hoeneß an“

München - Sportlich war es eine harte Zeit – dennoch blickt Lukas Podolski nicht im Zorn zurück: „Ich habe in München viele Freunde gefunden. Es waren drei schöne Jahre. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.“

In 71 von 102 Bundesliga-Spielen zwischen 2006 und 2009 wurde „Prinz Poldi“ beim Rekordmeister eingesetzt, häufig nur kurz, weil er die dritte Geige hinter Luca Toni und Miroslav Klose spielte. Das erklärt die magere Ausbeute von 15 Toren. Im Europacup brachte es Poldi auf 23 Spiele (acht Tore).

Die bittere Zeit als Reservist auf der Bayern-Bank – alles vergessen. „Die Freude auf das Spiel ist da“, betont Poldi – und irgendwie kauft man Podolski eine solche Aussage ab. 

Denn Uli Hoeneß ist er alles andere als böse für die klaren Aussagen, die er zuweilen vom Manager in den schwierigen Phasen hatte einstecken müssen. „Er hat mir angeboten, dass ich ihn jederzeit anrufen kann, wenn ich ein Problem habe oder einen Rat brauche“, erzählt Podolski. „Ich habe immer schon sehr viel Wert auf seinen Rat gelegt. Wenn ich irgendwann etwas brauche oder Probleme habe, greife ich darauf zurück, was er mir versprochen hat, und rufe ihn an.“

Nach der WM 2006 hatte Shootingstar Podolski (er wurde von der FIFA zum besten jungen Spieler des Turniers gewählt – vor Cristiano Ronaldo und Lionel Messi) den Schritt vom Rhein an die Isar gewagt.

Zehn Millionen Euro Ablöse zahlten die Bayern an den damaligen Absteiger Köln. Doch weder unter Felix Magath noch unter Ottmar Hitzfeld und Jürgen Klinsmann konnte er sich einen Stammplatz erkämpfen. Lediglich in den letzten Spielen unter Jupp Heynckes kam er wieder zum Zug. Da stand seine Rückkehr seit Monaten fest. „Der FC war leider abgestiegen. Sonst hätte ich den Verein nie verlassen“, sagte Podolski, für den der FC zehn Millionen zahlen musste.

Nun ist Prinz Poldi – zusammen mit Lebensgefährtin Monika und Sohn Louis (anderthalb) – wieder in der geliebten Domstadt, der FC aber Vorletzter. Gefragt, ob er die Rückkehr bereut, sagt er: „Ich wusste, dass es eine schwere Saison wird. Ich liebe diesen Klub genau wie Wolfgang Overath oder viele andere – egal, ob wir als Letzter mit nur einem Punkt dastehen, Zehnter oder Fünfter sind. Ich bereue die Rückkehr keinesfalls.“

Und für seine zur Zeit beim FC Bayern glücklosen Nationalmannschaftskollegen Miroslav Klose und Mario Gomez fand Podolski im kicker tröstende Worte: „Beide sind sehr gute Stürmer. Ich glaube nicht, dass man Gomez und Klose danach beurteilen sollte, dass sie mal ein oder zwei Spiele nicht in der Startelf standen.“ Das übrigens kennt Poldi nur zu gut…

tz

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © Getty

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